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gutenmorgen
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« am: Mai 02, 2009, 08:52:04 » |
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Hi Leute,
der erste Mai ist vorbei und ich sehe ihn als vollen Erfolg, auch in Ulm das zwar nicht nur possitive Schlagzeilen gemacht hat, aber auch keine negativen über die man sich ausgiebig hermachen könnte. Desweiteren scheint niemand einen Schaden davon getragen zu haben, der ihm bleiben würde, darüber bin ich auch sehr froh.
Ich will euch, da ich die lokale Presse gelesen habe, vor Ort war und Ulm darauf vorbereitet habe, alles zusammentragen was ich für relevant halte, denn auch dieser Fall war sehr lehrreich für mich. Seit letzten Sommer hat Ulm kaum noch eine unbeschenkte Handysendeanlage, und in den letzten Wochen und Monaten habe ich vor allem im Zentrum noch stärkeres Geschütz aufgefahren als TBs. Vor allem die Strecke der NPD Demo bin ich noch einmal abgelaufen, und da ich schlechte Energie mit leichtem Kopfweh spüren kann, die Strecke gut entstört.
Ulm und Neu-Ulm wollten die Märsche ja verbieten, aber die NPD gewann den Prozess. Los ging dann alles morgens früh um 5 als Linke sich vorm Bahnhof breitmachen wollten, um mit einem "Bahnhofsfrühstück" den Platz zu belegen um die Demo zu verhindern. Doch die Polizei (anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen und die Linken den Aufmarsch sabotieren zu lassen), bestand die Polizei schon 6 Stunden vor Demo Beginn für die Räumung des Geländes, wer nicht spurte wurde in Gewahrsam genommen. Es waren über 3 000 Polizisten im Einsatz in Ulm & Neu Ulm, 5 000 in Berlin obwohl das 20 mal so viele Einwohner hat! Ein Hubschrauber flog die ganze Zeit über dem Geschehen und stand die meiste Zeit an einer Stelle still. Die Polizei hatte also alles weiträumig abgesperrt. An den beiden Bahnhöfen war die Bundespolizei für Sicherheit zuständig, die "Eskalation" fand am Ulmer Hbf statt. Ich habe nicht gesehen was das Fernsehen ausgestrahlt hat, auf jeden Fall war eine Fernsehkamera auf dem Dach eines Hauses installiert, von dem man bequem den ganzen Bahnhofsplatz und teil der Strecke überschauen konnte. Ich stand also kurz vor eins auf dem Bahnhofsvorplatz. Viele Demonstranten waren dort, unter die Leute hatten sich vermummte Spezialeinheiten gemischt, die mir sehr aggressiv erschienen, ich sah sie einmal jemandem hinterher rennen, direkt konfronfrontiert hat sich denen soweit ich es gesehen habe niemand. Ich bin dann losgezogen und hab mir die verschieden Stellen von wo man den Aufmarsch sehen konnte angeschaut. Wärend ich so unterwegs war fühlte ich mich als wäre ich in einem Gebiet umgeben von unbeschenkten Sendeanlagen, und ich fühlte meinen Kopfschmerz immer wieder verstärkt. Wenn ich jetzt nachher wieder durchgehe, sind die Orte wieder in Ordnung!
Wichtige Konsequenz daraus: bei Großveranstaltungen die Konflikte versprechen den ganzen Bereich beschenken und zwar mindestens HHGs denn "die" helfen nach und stören die Stellen, um dem Konflikt nachzuhelfen.
Auf meinem Weg so durch den Bereich der Gegendemonstranten habe ich noch zwei Beobachtungen gemacht: an einer Stelle lagen Pflastersteine (3 oder 4 Stück) und zwar sahen die neu aus wie frisch vom Steinbruch, fast weiss. Fast daneben standen die vermummten Einsatzkräfte und dachten gar nicht daran sich darum zu kümmern und sie wegzuräumen!!! Auch die Hundestaffel war mehr als peinlich. Es mag ja manchen Privatpersonen passieren dass sie aggressive Hunde haben, und sie nur an hand der Leine kontrollieren können, aber die Hundestaffel sollte doch keinen leinenaggressiven Hund haben! Doch da stand ein Beamter und und sog mit viel Kraft an der Leine weil der Schäferhund laut bellend Richtung Demonstranten zog. Ich bin dann wieder zurück zum Bahnhof, und mit einer guten Stunde Verspätung ging da dann der Aufmarsch los (hat die Stimmung natürlich zusätzlich angespannt). Die Wasserwerfer standen nun nahe beim Bahnhof. Nachdem ich dann ein paar Flaschen Richtung der NPD fliegen sah und die aggressive Stimmung der Leute und was da sonst noch in der Luft hing, auch sehr anstrengend für mich war, ging ich heim. Als nächstes hörte ich dann im Radio, dass es zu Ausschreitungen gekommen war, und zwar als die NPD gerade wieder zurück in den Bahnhof ging. Dass es nicht zu schlimmeren wie 50 Verletzen kam, sei wohl nur durch die gute Arbeit der Polizei zu erklären hieß es da noch!!!! Was hatten die denn so erwartet?!?!?! Zu den Ausschreitungen: angeblich soll die Polizei ja nun gegen die Linken eingeschritten sein um sie davon abzuhalten auf die Rechten zu stoßen, es gibt aber keine Bilder dass Demonstranten über die Absperrungen gestiegen sind, ganz im Gegenteil habe ich mehr den Eindruck dass sie vielmehr von den Spezialeinheiten hinter den Absperrungen dann am Ende weggejagt wurden. Es flogen Steine und Flaschen, und ich fand es schade dass die Gegendemonstranten statt "Ausländer raus" einfach "Nazischweine raus" schrien, was ja nicht sehr viel niveauvoller ist, aber das Bild das die Presse zeichnet dass ein Kampf stattfand, ist nach meiner Vermutung falsch. Eine Zeitung schrieb sogar dass die Polizisten "ohne Vorwarnung" sehr offensiv auf die Demonstranten zu gingen. Des weitern hieß es dann im Radio, dass wenn das ganze jetzt in Neu-Ulm weitergeht die Polizei große Bedenken habe, denn dort müsse sie ja eine noch viel längere Strecke absperren. Aber das war dann nur noch ein taktischer Zug der Polizei gewesen, denn die sperrte einfach alle Brücken Richtung Neu-Ulm ab, und dank der Donau waren die Gegner somit weit genug von einander getrennt. Die Zeitungen schrieben passend dass dann ganz ungestört wie ein "Geisterzug" die NPD durch Neu-Ulm ging. Fand ich eine sehr passende Bezeichnung weil das was die da riefen einfach nichts mehr mit dem "Geist" der in Ulm und Neu-Ulm herrscht zu tun hat.
Ich will euch alle ermutigen, macht eure Augen auf, eure direkte Umgebung ist sehr wichtig. Jeder kann fühlen wo etwas nicht stimmt, kümmert euch darum. Alle Erfahrungen die man dabei sammelt sind von großer Wichtigkeit.
Ich wünsche Euch alles Gute!!
LG
gutenmorgen
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