Hallo zusammen,
um wirklich ganz exellente Pyramidengießformen zu bauen, bieten sich die Maße der Heiligen Geometrie an.
Das Mitglied Duion hat in einem anderen Thread schon einmal das Thema aufgegriffen
und ich finde, daß paßt hier bei Bauanleitungen ganz gut rein.
Für alle, die mal wirklich "ganz harmonische" Pyramiden-Gießformen kreieren wollen.
Die Heilige Geometrie wird von manchen auch versteckte Geometrie oder hermetische Geometrie genannt.
Die Heilige Geometrie ist die morphogenetische Struktur der Realität und liegt sogar der Mathematik zugrunde.
Die meisten Physiker und Mathematiker halten Zahlen für die Sprache der Wirklichkeit,
aber eigentlich ist es die Form, welche alle Gesetze der Physik hervorbringt.
Die Heilige Geometrie ist eine Art Sprache, denn durch sie entstand alles was es gibt.
Alles was jemals erschaffen wurde basiert auf dem Grundmuster der sogenannten "Blume des Lebens".

Es gibt nichts, und wird nie etwas geben was nicht im Grundmuster der Blume des Lebens enthalten wäre,
egal ob es sich um Sprache, physikalische Gesetze, die Biologie oder uns selbst handelt.
Es gibt einen mathematischen Maßstab für Schönheit, danach ist alles in der Natur aufgebaut,
dies nennt sich auch die Zahl phi.
Phi ist eine transzendente reelle Zahl, deren Ziffern sich nie wiederholen. Ihr Wert liegt bei 1,6180339...,
wobei die Stellen hinter dem Komma sich ins Unendliche fortsetzen.
Das Erstaunliche an Phi ist, daß sie allen organischen Strukturen innewohnt.
Das Phi-Verhältnis ist eine Proportion. Wenn man eine Linie (C) im Verhältnis Phi in A und B unterteilt,
dann entspricht A geteilt durch B der Größe von B geteilt durch C, oder 1,6180339...
Anhand von der unteren Abbildung kann man die Entstehung der Zahl Phi nachvollziehen:
Man beginnt mit einem Quadrat, das man mittig vertikal teilt.
Wenn die eine Hälfte von einer Geraden (B) diagonal durchschnitten wird,
dann ist A geteilt durch B gleich B geteilt durch C, und das Verhältnis entspricht 1,6180339.

Der Aufbau des organischen Lebens basiert auf Phi.
Die Fingerknochen menschlicher Hände stehen zum Beispiel alle im Verhältnis Phi zueinander.
Der erste Knochen eines Fingers ist Phi-proportional zum zweiten, der zweite Phi-proportional zum dritten, usw.
Das gleiche trifft auch auf den Knochenaufbau der Füße und Beine zu.
Alle Gesetzmäßigkeiten sind in den Proportionen unseres eigenen Körpers verankert.
Das Bild des unseren Körper umgebenden Feldes ist das gleiche. das auch alles andere umgibt
und aus dem alles erschaffen wurde.
Dazugehörig gibt es auch die Fibonacci-Reihe der Zahlen, die harmonisch sind.
Die Fibonacci-Sequenz Leonardo Fibonacci, auch bekannt unter dem Namen Leonardo von Pisa
oder Lconardo Pisano, wurde um 1180 geboren und starb um 1250.
Er war ein italienischer Mathematiker am Hof Kaiser Friedrichs II und verfaßte 1202 die erste systematische Einführung
in das indische Zahlenrechnen, sowie geometrische und zahlentheoretische Schriften.
Er erkannte auch den gesetzmäßigen Ablauf des pflanzlichen Wuchsverhaltens und stellte fest,
daß dieses einzigartige Konzept auch auf alle anderen biologischen Bereiche anwendbar ist.
Das Konzept funktioniert nach einer festgelegten Zahlenreihe oder Sequenz:
1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, usw.
Das Muster dieser Sequenz taucht immer wieder auf, weil es in der Spirale des Goldenen Schnitts begründet ist,
die sich unendlich nach innen und nach außen fortbewegt, ohne Anfang oder Ende.

Das Leben kann etwas, das nirgendwo beginnt, nichts tun, da es nicht weiß, wo es anfangen soll.
Die Fibonacci-Sequenz bietet dem Leben jedoch mit ihrer Zahlenreihe und der l als Anfang die nötige Orientierungshilfe und Lösung.
Wenn man innerhalb dieser Sequenz eine Zahl durch die vorhergehende teilt, und das Dividieren auf diese Weise fortführt,
gelangt man schnell an den Punkt, wo man der transzendenten Zahl 1,6180339... sehr nahe kommt.
Beispiel:1 geteilt durch 1 = 1
2 geteilt durch 1 = 2
3 geteilt durch 2= 1,50
5 geteilt durch 3= 1,66
8 geteilt durch 5= 1,60
13 geteilt durch 8= 1,625
21 geteilt durch 13=1,615
34 geteilt durch 21 =1,619
55 geteilt durch 34 =1,617
89 geteilt durch 55 =1,6181
Die Fibonacci-Reihe 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, usw... verhält sich folgendermaßen:
Man beginnt bei 1, geht weiter mit 2, addiert dann 1+2, erhält hier die Zahl 3, addiert 2+3, erhält dadurch die vierte Zahl, nämlich 5, addiert dann 3+5, usw.
Wenn man jetzt das Verhältnis von jeder Zahl zu der nächsten berechnet, bekommt man 0,618 heraus. Also z.b. 34 / 55 = 0,618.
Nimmt man das Verhältnis von z.b. 34 zu 89, erhält man 0,382.
Diese Zahlen nennt man den „Goldenen Schnitt“.
Maße für die Pyramidenform ausrechnen:Wenn man es sich einfach machen will, nimmt man als Breite irgendeine Zahl (z. B. 21) und als Höhe dann die nächstkleinere aus dieser Reihe (z. B.13).
Jetzt gibt es aber ein kleines Problem, denn man weiß ja nicht, wie hoch die Pyramidenteile seien müssen,
denn die sind ja höher, als die eigentliche Höhe, da sie schräg liegen.
Als Lösung nimmt man einfach die Hälfte der höheren Zahl der Breite (zb 34:2=17),
also hat nun ein Teil der Pyramide die Maße von 21 Breite und 17 Höhe,
wenn man diese nun zusammensetzt ergibt sich der Rest von alleine.
In der Alchimie, sowie in der heiligen Geometrie, ist die Exaktheit eine selbstverständliche Vorraussetzung, nicht nur für das Forscherherz.
Viel Freude beim Basteln wünscht
Honigblume