Hallo, hier ein höchst bemerkenswerter Bericht gesehen auf der Webseite von
www.initiative.ccGrüße
Wolfi
Timothys Story
„Timothy Balden kommt morgen persönlich in den Club“.
Kaum waren diese Worte in der Clubbibliothek ausgesprochen,
ging ein Raunen durch den Raum und kurz darauf
herrschte ein heilloses Durcheinander, da sich anscheinend
jeder mit jedem gleichzeitig unterhielt. Ich war wohl der
Einzige, dem dieser Name nichts sagte, und als Hermann mein
Gesicht sah, erzählte er mir Timothys Geschichte, die einerseits
so unglaublich ist und andererseits können wir jeden Tag
die Ergebnisse seiner früheren Arbeit bzw. die seiner
Nachfolger im Fernsehen oder in anderen Medien sehen.
Timothy ist heute einer meiner besten Freunde und wir treffen
uns immer wieder, vor allem in seiner neuen Wahlheimat, in
Asien.
Wer ist Timothy und was macht ihn so einzigartig? Dies
lässt sich nicht in wenigen Worten erklären und so beginne ich
seine Lebensgeschichte mehr als 50 Jahre zuvor. Damals war
Tim, wie ihn außer seiner Mutter eigentlich alle nennen, noch
ein kleiner Junge, der jedoch durch seine außergewöhnlichen
Begabungen recht schnell auffiel. Er konnte schon als 3-
Jähriger lesen und kurze Zeit später überraschte er nicht nur
seine Eltern mit seinem fotografischen Gedächtnis und seiner
unglaublichen Auffassungsgabe.
So war es nicht verwunderlich, dass Tim mit 6 Jahren in
eine Schule für Hochbegabte kam und selbst dort über Jahre
hinaus der Klassenprimus war. Doch solch ein Dasein hat
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auch seine Schattenseiten und genauso wie an jeder anderen
Schule sind Klassenbeste nicht immer die Beliebtesten.
Dieses Schicksal ereilte auch den kleinen Timothy, und als er
14 war, traf ihn dies sehr hart. Denn seine Triebe waren die
gleichen wie bei jedem 14-Jährigen und wen wundert es, er
verliebte sich natürlich nicht in eine Klassenkameradin, sondern
gleich unsterblich in eine neue Lehrerin, die versuchte
Timothy besser in die Klassengemeinschaft zu integrieren.
Aus diesem Grund kümmerte sie sich etwas mehr um ihn, was
Timothy jedoch deutlich anders auffasste. Mit der Zeit entging
dies natürlich auch der Lehrerin nicht mehr und sie bat
Timothy deshalb zu einem Gespräch, in dem sie ihm erklärte,
dass sie schon liiert sei und außerdem gedenke bald zu
heiraten.
Jeder von uns, der als Teenager einmal unsterblich verliebt
war, kann sich einigermaßen vorstellen, welche Qualen
Timothy durchlebte. Ein Satz der Lehrerin blieb ihm für
immer im Gedächtnis: „Mein Mann ist ein sehr reicher Mann,
und ich werde die Schule sehr bald verlassen, weil er nicht
möchte, dass ich weiterhin als Lehrerin arbeite.“
Timothy lernte aus diesem, für ihn sehr wichtigen, Satz
zwei Dinge: Erstens, nur mit viel Geld bekommt man die
Frau, die man begehrt und zweitens, man kann auch noch bestimmen,
was diese Frau arbeitet. Timothy stellte sich in seinen
jugendlichen Gedanken die verrücktesten Dinge vor. Auf
jeden Fall war Timothy seit diesem Tag nur noch von der Idee
besessen, reich, sehr reich zu werden und während viele seiner
Mitschüler vorzeitig zu studieren begannen, nahm Timothy
das Angebot einer Marketingfirma an, für diese zu arbeiten.
Ich möchte Sie nicht zu sehr mit Timothys beruflichem
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Werdegang langweilen, aber es ist wichtig zu verstehen, was
einen jungen, hochbegabten Jungen antreibt, zuerst einer der
erfolgreichsten Marketingmanager zu werden – und später
über Leichen zu gehen. Er war gerade einmal 24 Jahre alt,
hatte seine eigene Firma, war Multimillionär und nichts
anderes als eine Denkfabrik, die den ganzen Tag Einfälle produzierte,
wie man andere Menschen über Werbung beeinflussen
und betrügen kann. Seine Ideen waren genial, doch er
war nicht sehr bekannt, da er immer noch die Öffentlichkeit
scheute und immer andere zu repräsentativen Events sandte.
Nicht einmal alle seine Mitarbeiter bekamen ihn zu Gesicht.
Dann bekam er eines Tages eine Einladung einer ihm
unbekannten Firma, in welcher man ihm anbot, ihn mit einem
Privatjet nach Hawaii zu fliegen, zu einem Meeting für eine
weltweit bekannte Sportfirma. Welche dies war, wurde im
Schreiben nicht mitgeteilt, doch Timothy nahm an und flog
hin, und zwar ohne Sekretärin, weil man ihn darum bat.
Vom Flughafen auf Oahu wurde er standesgemäß in einer
großen Limousine abgeholt und zu seiner großen Überraschung
nicht zu einer Firma, sondern zu einem atemberaubenden
Privatanwesen chauffiert. Dort bat ihn dann ein
Mann herein, der sich als William Benell vorstellte und ihn
auf eine Terrasse mit Blick auf das Meer begleitete. Mr. Benell
ging sofort in medias res. „Lieber Herr Balden, ich möchte
mich aufs Herzlichste bei Ihnen bedanken, dass Sie sich die
Zeit genommen haben, hierher in meine bescheidene
Residenz auf Hawaii zu kommen. Sicherlich wundern Sie
sich, dass Sie hier auf einem privaten Gelände sind und nicht
in einem der üblichen Büros sitzen, aber was ich Ihnen
vorschlagen möchte ist ebenfalls nicht üblich, und deshalb
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glaube ich, dass die Rahmenbedingungen so besser stimmen.“
Timothy bedankte sich und wollte gerade fragen, um welche
Sportfirma bzw. um welche Marketingkampagne es sich handelte,
da antwortete Mr. Benell schon, als ob er seine
Gedanken lesen könnte.
„Mr. Balden, der Grund, warum Sie heute hier sind, ist
der, dass ich gerne hätte, dass Sie für meine Firma arbeiten
und ...“ Hier unterbrach Timothy und erwiderte sofort: „Sie
sind ein Headhunter und haben mich deshalb nach Hawaii
geholt. Ich bedaure, aber ich besitze eine erfolgreiche
Marketingfirma und bin ganz bestimmt nicht an einem Job
interessiert. Es tut mir Leid, aber ich denke, wir vergeuden
hier beide unsere Zeit“.
William Benell antwortete zuerst einmal gar nicht, und es
herrschte eine seltsame Ruhe zwischen den beiden. Doch
Timothy hatte zu jenem Zeitpunkt keine Ahnung, wer Benell
war und welche Macht dieser Mann hatte. Doch irgendetwas
in ihm sagte, dass es sich hier nicht um einen der üblichen
Headhunter handelte, und er lehnte sich wieder zurück. „Ich
kann verstehen“, sagte Benell, „dass Sie unter diesen
Annahmen etwas gereizt reagieren und ja, es stimmt, ich bin
so eine Art Headhunter, aber glauben Sie mir, ganz bestimmt
nicht ein Headhunter, wie Sie vielleicht welche kennen.
Lassen Sie mich Ihnen einmal etwas mehr über meine Firma
und meine Arbeit erzählen und auch etwas darüber, warum ich
Sie eingeladen habe. Darf ich Sie jedoch zuvor etwas fragen?
Wie bringt man Menschen dazu etwas zu tun, das sie weder
tun wollen noch für gut befinden?“
Wie aus der Kanone geschossen sagte Timothy mit einer
fragenden Stimme: „Indem man sie gut bezahlt?“ Jetzt musste
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auch Mr. Benell lächeln: „Ja, sie haben Recht, das ist eine
Möglichkeit, aber ich rede davon, dass Leute auch noch dafür
bezahlen! Es gibt hierfür nur ein Instrument, und das heißt
Angst. Wenn Sie es erreichen, bei einem Menschen oder noch
besser, bei einer großen Gruppe von Menschen Angst zu
erzeugen, dann machen diese Menschen alles was Sie wollen.
Und jetzt möchte ich mich Ihnen gerne etwas näher vorstellen.
Ich bin der Chef von Intercommunication und unsere Aufgabe
ist, Angst zu erzeugen. Angst vor Kriegen, Angst vor
Krankheiten, Angst vor Religionen, Angst vor anderen Staaten
usw. Und glauben Sie mir, wir sind die Besten in diesem Job.
Unsere Auftraggeber sind die mächtigsten Menschen auf
diesem Planeten und unsere Arbeit hat die Welt in den letzten
50 Jahren mehr beeinflusst als alle US Präsidenten zusammen
genommen. Aus diesem Grund ist unsere Arbeit auch so gut
bezahlt. Sie haben z.B. letztes Jahr nach Abzug von Steuern
ca. 105 Millionen U$ verdient, bei uns könnten Sie das
Zehnfache verdienen und Sie hätten einen sicheren Job bis an
Ihr Lebensende.“
Timothy gingen tausend Gedanken durch den Kopf, und
warum dieser Mr. Benell genau wusste, was er letztes Jahr
verdient hatte war sicherlich der unwichtigste. Eine Firma, die
nur Angst erzeugt, was soll das Ganze? Und ein
Arbeitsangebot, bei dem er über eine Milliarde U$ verdienen
kann, soll das ein Scherz sein? Niemand bezahlt solch ein
hohes Gehalt. Die nächsten Stunden vergingen wie im Fluge
und Timothy stellte unzählige Fragen, die Mr. Benell fast alle
beantwortete. Nur wenn es darum ging, Namen zu nennen,
lächelte er nur. Benell erklärte ihm im Detail, dass er bzw.
unzählige weitere seiner Tochterfirmen Milliarden verdienten,
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um bei Menschen Angst zu erzeugen. Die größten Auftraggeber
sind dabei Regierungen und Pharmafirmen. Egal worum es
dabei geht, Angst vor Russland oder in späteren Jahren vor
muslimischen Ländern zu erzeugen um z. B. größere
Budgetierungen im Bundestag oder Kongress zu erreichen
oder um Angst vor einer Krankheit zu erzeugen, die es
entweder gar nicht gibt oder aber überhaupt nicht so
gefährlich ist, Benells Firma schien die weltweite Nummer 1
auf diesem Gebiet zu sein.
Zwei Stunden später stellte Timothy dann die entscheidende
Frage: „ Und wofür brauchen Sie denn überhaupt mich,
wenn Sie sowieso schon so erfolgreich sind?“ Benell setzte
sein schönstes Lächeln auf: „Schauen Sie, obwohl wir
weltweit Tausende von Angestellte haben, hauptsächlich in
Verlagen, Marketingfirmen und TV/Radiostationen, so
besteht der Kopf unserer Firma nur aus 5 Personen und davon
sind nur zwei Personen die sogenannten „Kreativen“. Die
anderen drei, einer davon bin ich, sind sozusagen die
Exekutive und der Rest sind ausnahmslos Befehlsempfänger,
die glauben, sie würden einen ganz normalen Medienjob tun.
Einer der beiden Kreativen fällt demnächst aus und so sind
wir auf der Suche nach einem Neuen.
Wir beobachten Ihren beruflichen und menschlichen
Werdegang seit vielen Jahren und jetzt ist eben der Zeitpunkt
gekommen, dass Sie bei uns einsteigen können. That´s it.
Nicht mehr und nicht weniger.” “That´s it” war der
Lieblingsspruch Benells und Timothy bekam ihn noch oft in
seinem Leben zu hören. „Ihr Anfangsgehalt wären 150
Millionen U$ und eine Provisionsmöglichkeit, die ihr Gehalt
eines Tages auf über eine Milliarde U$ bringen könnte. Ihr
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erster Job wäre für die amerikanische Regierung und Sie könnten
morgen damit anfangen. Außerdem habe ich einen Käufer für
Ihre Marketingfirma, der den doppelten Wert bezahlen würde
und Sie könnten noch heute unterschreiben. Also, sind Sie
unser Mann?“
150 Millionen bis über eine Milliarde U$ Gehalt? Über
200 Millionen für meine Firma? Morgen anfangen bei Mr.
Benell, wer zum Teufel ist dieser Mann überhaupt? Fragen
über Fragen hämmerten durch Timothys Großhirnrinde und
ihm war klar, dass er nicht einfach sagen konnte: Kann ich mir
das noch bis nächste Woche überlegen? Irgendwie war es verrückt,
aber gerade jetzt musste er seit langem zum ersten Mal
wieder an seine Lehrerin denken, und innerhalb weniger
Sekunden antwortete er: „Ich bin ihr Mann“.
Ich habe Ihnen diese kurze Lebensgeschichte von Timothy
deshalb so ausführlich erzählt, damit Sie besser verstehen
können, wer Timothy ist, wie er zu solch einem Job kam und
welchen Einfluss er auf Ihr tägliches Leben hatte, wahrscheinlich
weitaus mehr, als Sie sich auch nur annähernd vorstellen
können.
Über seinen ersten Job weiß ich nur dass es darum ging,
den Verteidigungsetat deutlich zu erhöhen bzw. möglichst
schnell auszugeben und seine Auftraggeber sehr mit ihm zu
zufrieden waren. Doch dann kam das Jahr 1970, und Benell
hatte einen neuen Auftrag für Timothy. Auch er nannte ihn
inzwischen Tim
„Tim, wir haben folgendes Problem: In den nächsten
Jahren werden die Ausgaben für Krebsbehandlungen drastisch
steigen und unsere Auftraggeber möchten gerne ein
Perpetuum mobile installieren. Diesmal handelt es sich jedoch
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um eine internationale Angelegenheit und deshalb denken wir
an ein Perpetuum mobile für die nächsten 100 Jahre. Sollte es
dir gelingen, ein solches zusammenzustellen, dann hast du
dich wohl für immer etabliert.“ Ein Perpetuum mobile ist ja
bekanntlich eine Maschine, die Energie in unbegrenzten
Mengen liefert. Benell benützte diesen Begriff für ein System,
das permanent Profit abwirft, ohne dass man noch einmal
etwas tun muss. Einmal angeworfen lässt es sich fast nicht
mehr stoppen und produziert Geld, Geld, Geld.
Tim hörte sich das Ganze an und sagte, er denke es sei
möglich. Er benötige hierfür ca. 50 Mitarbeiter und drei
Monate um das alles zu planen. Danach könne er sagen, wie
viele Jahre die Durchführung dauern würde. Benell nickte
anerkennend, denn er kannte Tims Mienenspiel inzwischen und
wusste, wenn er so schaut, hat sein geniales Gehirn schon
längst eine geniale Idee.
Die nächsten 3 Monate arbeiteten sich Timothy und sein
Team hauptsächlich durch Zahlen und er begann besser zu
verstehen, wie Onkologie weltweit funktioniert. In Wahrheit
hatte er jedoch schon am ersten Tag eine grandiose Idee und
die ganzen nächsten Wochen dienten nur dazu, diese Idee zu
analysieren. Die Situation in der Krebsszene im Jahr 1970
zeichnete folgendes Bild: Jedes Jahr sterben mehr Krebskranke
und die klassische Medizin hat nur Operation,
Bestrahlung und seit wenigen Jahren Chemotherapien dagegen
zu setzen, die jedoch die Erwartungen nicht nur nicht
erfüllen konnten, sondern Krebskranke sogar oftmals früher
sterben ließen. Hinzu kam immer mehr die Einsicht der
Bevölkerung, dass Krebs ein multifunktionales Geschehen ist
und eine Tumorzerstörung nicht zum Erfolg führt. Aus diesem
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Grund starben zwar immer mehr Menschen an Krebs, aber die
Umsatzzahlen, vor allem der Chemotherapien, stiegen bei
weitem nicht so an, wie erwartet. Sorgen bereiteten auch die
immer stärker aufkommenden alternativen Ärzte, die
Patienten mehr und mehr davon überzeugten, dass Krebs
weder eine tödliche Krankheit ist, noch dass Tumore unbedingt
schnell zerstört gehören. Gerade in den USA gab es mit
Max Gerson, Royal Rife, William Coley, Harry Hoxsey,
Emanuel Revici und vielen anderen genügend Ärzte, die man
nicht einfach als Spinner darstellen konnte, weil sie Patienten
oftmals besser helfen konnten als die großen Krebskliniken.
Hinzu kamen mehr und mehr Berichte über europäische,
genauer gesagt vor allem deutsche, Krebskoryphäen wie Paul
Gerhard Seeger, Otto Warburg, Johanna Budwig, Joachim
Kuhl, Josef Issels usw. die einen alternativen Krebsboom auslösen
könnten. Die Betonung lag auf könnten, denn noch hatten
sie es nicht erreicht. Doch je länger klar wurde, dass vor
allem der Chemotherapieweg eine Sackgasse war, desto mehr
erhöhten sich die Chancen, dass diese Menschen eine
weltweite Bewegung auslösten, mit dem Ergebnis, dass sich
immer mehr Patienten von den großen gewinnbringenden
Therapien abwendeten.
Timothy verstand natürlich diese Gefahren sofort und
hatte innerhalb weniger Sekunden das Bild eines Perpetuum
mobiles vor seinem geistigen Auge. Wie mit Benell abgesprochen,
lud er die anderen 4 Vorstände nach exakt drei
Monaten zur Präsentation ein und was diese zu hören bekamen,
gefiel ihnen sofort: „Es gibt derzeit drei Hauptprobleme,
die wir angehen müssen. Da ist zuerst einmal, dass unsere
Kunden die ganzen teuren Forschungen fast ausschließlich
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selbst finanzieren. Dem muss unbedingt gegengesteuert werden
und es muss ein System etabliert werden, dass sie zwar
die Gewinne aus dem Verkauf bekommen, aber nicht die
ganze Forschung bezahlen müssen. Das nächste Problem ist,
dass Krebs in den Köpfen der Menschen immer noch nicht
DAS Schreckgespenst ist, das wir brauchen, damit ein Patient
exakt das macht, was ein Arzt sagt. Ich denke, dieses Problem
lässt sich am einfachsten lösen. Und das dritte Problem ist,
dass wir unbedingt die Menschen stoppen müssen, die
behaupten, dass man Krebs auch anders als mit konventionellen
Mitteln behandeln kann.
Lassen Sie uns mit dem zweiten Problem zuerst anfangen,
weil das die meisten Auswirkungen auf das Gesamtprojekt
hat. Wir brauchen neue, „verbesserte“ Daten, die aufzeigen,
wie gefährlich Krebs ist, dass in wenigen Jahren jeder Zweite
an Krebs sterben wird und vor allem, dass Krebs ab einem
bestimmten Stadium unheilbar ist. Hierfür benötigen wir nur
die üblichen Instrumente wie Buchautoren, unsere
Hollywood-Connections und die normale
Journalistenmaschinerie. Das Wichtigste dabei ist die
Darstellung, dass Krebs sich in den nächsten Jahren geradezu
epidemieartig ausbreiten wird. Das komplette Konzept liegt in
diesem Ordner und kann in 2-3 Jahren in die Köpfe der meisten
Menschen implantiert werden.“
Timothy hielt einen ziemlich dicken Aktenordner in
seinen Händen mit exakten Vorschlägen, welche Autoren
welche Bücher schreiben sollten, wie Krebs besser in Kinos
und TV Filmen vermarktet gehört und über 100 komplette
Artikel für verschiedene Yellow Press Magazine.
„Das größere Problem wird sicherlich die Finanzierung
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der Forschung sein. Nicht, dass unsere Kunden wirklich viel
Forschung betreiben müssen, es geht vielmehr darum, wie
lassen wir den Kunden gleich zweimal bezahlen. Erstens für
die Forschung und zweitens später auch noch für die Therapie.
Dies geht nur mit Unterstützung der Regierungen und leider
auch nur in den Ländern, in denen es möglich sein wird, dass
unsere Auftraggeber Regierungen kaufen können. Also in fast
allen wichtigen Absatzländern.“ Bei diesem Satz konnte sich
Timothy ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen, konnte er
doch bei seinem ersten Geschäft für seine neue Firma am
eigenen Leib erleben, wie einfach sich Politiker kaufen lassen
und dass es auch hier nur um Geld ging.
„Hierfür benötigen wir den mächtigsten Mann der Welt,
und das ist nun mal der amerikanische Präsident. Es wird aber
nicht ausreichen, dass er nur verkündet, dass wir mehr in die
Krebsforschung investieren müssen, nein, er muss den
Menschen Hoffnung geben.“ Bei diesem Satz konnte sich nun
niemand der Anwesenden ein Lächeln verkneifen, denn jeder
wusste, was damit gemeint ist. Angst funktioniert nur dann als
Geldeintreiber, wenn man den Menschen gleichzeitig auch
Hoffnung gibt. Ob diese Hoffnung jetzt real ist oder nicht,
interessiert eigentlich niemanden. Es geht nur darum, dass
wenn man nur Angst verbreitet, zu viele Menschen resignieren
und das wiederum stoppt den Geldfluss. Deshalb muss
man immer gleichzeitig Hoffnung anbieten. Wer dieses
Prinzip richtig verstanden hat, der kann sehr, sehr reich werden
oder aber ein sehr bewusstes Leben führen und muss sich
nicht mehr von all den Politikern und Geldmaschinen in
Menschengestalt an der Nase herum führen lassen.
„Wir lassen also den Präsidenten sagen, dass es endlich
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Hoffnung gibt, den Krebs in wenigen Jahren zu besiegen und
dass wir schon heute wissen, wie das geht: durch
Genmanipulation.“ Genmanipulation? Alle im Raum schauten
sich an und wussten nicht, was sie davon halten sollten. „Ich
kann es in Ihren Gesichtern lesen. Aber glauben Sie mir,
Genmanipulationen sind optimal für unser Vorhaben. Ich habe
es bis ins Detail durchdacht und die Genforschung ist genau
das, was wir benötigen. Wir alle wissen doch, dass wir keine
Ahnung haben, was Gene sind und wofür sie im System
Mensch eingesetzt werden. Aber genau das ist das Geniale
daran. Alle Professoren reden doch heute schon über Gene
und Chromosomen, ohne wirklich etwas darüber zu wissen. In
unserer „Werbekampagne“, wie unheilbar Krebs ist, werden
wir permanent erwähnen, dass wir nur über die Gene das
Krebsproblem lösen können, und so werden zukünftig die
Steuereinnahmen nicht mehr nur für militärische Konzepte
verbraucht, sondern auch für medizinische“ (Zumindest wissen
Sie jetzt, wie es zu der berühmten Rede von Richard
Nixon am 23.12.1971 kam, als er Krebs den Krieg erklärte).
Benell begann leise zu klatschen, denn er erkannte diesen
genialen Schachzug sofort, denn jeder weiß, was Gene sind,
doch niemand hat eine echte Ahnung. Das war das richtige
Produkt zur richtigen Zeit und Benell wusste das sofort, als er
Timothys Konzept hörte und sagte nur: „Und wie bekommen
wir all die alternativen Ärzte unter Kontrolle?“
„Das ist relativ einfach. Zuerst einmal müssen wir nur verhindern,
dass sie sich zusammenschließen. Da die meisten
dieser Ärzte jedoch sehr große Individualisten sind und kein
Teamplay kennen, sind einzelne nicht wirklich gefährlich.
Parallel dazu müssen wir weltweit gemeinnützige
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Krebsvereine installieren. Das Beste an diesen Vereinen wird
sein, dass diese nur am Anfang Geld benötigen, denn später
werden sie vor allem von Spenden leben. Und je mehr sterben,
desto mehr Spenden werden sie bekommen. Anders ausgedrückt
könnte man auch sagen, je mehr sie unsere Interessen
vertreten, desto größer und einflussreicher werden sie sein,
denn sie werden vor allem von Toten Geld bekommen.
Diese Vereine werden absolute Selbstläufer sein und können
immer von unseren Auftraggebern kontrolliert werden,
ohne dass die Vereine es je verstehen werden. Es wird sogar
noch besser kommen. Die Spenden werden fast ausschließlich
für unsere Zwecke ausgegeben, z. B. Werbung für konventionelle
Onkologie, konventionelle Krebsforschung usw. und
alle Patienten denken, dass es sich um unabhängige Vereine
handelt. Sie werden in jedem Land die allerbesten
Reputationen haben und jeder wird denken, dass sie nur da
sind, um die Geißel Krebs zu besiegen.“
Wenn ich mir heute überlege, dass weltweit über diese
Vereine inzwischen jedes Jahr Milliarden an Euro fließen und
wie Recht Timothy hatte, gerade diese Vereine am Anfang
großzügig zu unterstützen, dann wird mir ganz schwindlig.
Wussten Sie z.B., dass heute mehr als die Hälfte der
Einnahmen (über 30 Millionen Euro) der Deutschen
Krebshilfe Erbschaften sind? Bei der American Cancer
Society sind es sogar jedes Jahr dreistellige Millionensummen.
Genauso wie es Timothy vor über 30 Jahren vorausgesagt
hatte.
Doch Timothy ging sogar noch einen Schritt weiter: „Des
Weiteren dürfen wir diesen Ärzten keine Plattformen mehr
geben, ihre Therapien mit der konventionellen Therapie zu
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vergleichen. Zukünftig muss es, aus welchen Gründen auch
immer, verboten werden, konventionelle Therapien mit alternativen
Therapien zu vergleichen, wie es bis heute leider
immer noch geschieht. Wir werden nur noch Chemotherapien
mit Chemotherapien und Bestrahlungen vergleichen. Somit
wird gewährleistet, dass es in diesem Spiel immer nur einen
Sieger gibt, nämlich unsere Aufraggeber. Parallel dazu werden
wir so genannte Quacksalber- Jäger unterstützen. Es gibt
immer enttäuschte Freaks, die gerne etwas bekämpfen wollen.
Leider haben diese jedoch in der Regel kein Geld. Sollen
unsere Auftraggeber über dritte Personen diesen doch ein paar
Dollar aus ihrer Portokasse zukommen lassen und diese werden
dann all die Drecksarbeit übernehmen, für die sich unsere
Geldgeber selber zu schade sind. Somit sind wir niemals auf
John Waynes Hilfe angewiesen und bleiben immer schön
sauber.“
„John Waynes Hilfe“ war übrigens nichts anderes, als der
Ausdruck dafür, wenn man einmal ein paar Menschen benötigen
sollte, die die Lizenz zum Töten haben. Doch mit
Timothys System war gerade dies gar nicht nötig. Wahr ist
jedoch, dass es besser gewesen wäre, ab und zu John Waynes
Hilfe anzufordern, als das, was Timothy vorschlug. Jedem im
Raum war bewusst, was es bedeuten würde, wenn dieses
Perpetuum mobile erst einmal etabliert sein würde. Millionen
Krebskranke würden absichtlich nicht die Therapie bekommen,
die sie benötigen und Millionen von Menschen würden
aus Profitsucht sterben müssen. Das Geniale an dem System
war jedoch, dass es niemandem klar sein würde. Ärzte werden
jeden Tag in den Kliniken um das Leben ihrer Patienten
kämpfen und wenn ihre Patienten dann gestorben sind, dann
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I n s i d e r w i s s e n f ü r a l l e
werden sie den Angehörigen erzählen, dass der Patient trotz
der besten Medikamente oder trotz der besten Therapie
gestorben ist. Weder Arzt noch Angehörige werden verstehen,
was hier passiert ist. Und das, auf den ersten Blick, Paradoxe
wird sein, dass je mehr dieses System versagt, desto mehr
wird man daran festhalten. Denn Timothy war schon damals
bewusst, dass Ärzte nun mal zu der Gruppe der Besserwisser
gehören und deshalb wird es den meisten von ihnen auch
schwer fallen, auch nur eine Sekunde daran zu denken, dass
das, was sie machen, falsch sein könnte. Vor allem Ärzte und
Pfarrer gehören dieser Gruppe an und mit ihnen funktionieren
solche Perpetuum mobiles am besten. Wir wissen heute z. B.,
dass fast jedes Kind 5-7 Sprachen lernen könnte – und?
Unsere Kirchen werden immer leerer – und? Kein einziger
Krebskranker hat einen Mangel an Cisplatin oder
Cyclophosphamid – und?
Das soeben Geschriebene zu verdauen, ich weiß, es ist
nicht einfach. Aber haben Sie sich überlegt, warum Sie es evtl.
nicht glauben wollen? Ich kann verstehen, dass es hart ist,
dass Millionen von Menschen nicht die richtige Therapie
erhalten sollen und deshalb so viele sterben müssen. Sie
glauben doch auch nicht an den Unsinn, dass der Irakkrieg
deshalb stattgefunden hat, weil Saddam Hussein so viele
Massenvernichtungswaffen hatte bzw. Amerika Angst davor
hatte, von irakischen Kriegern angegriffen zu werden. Sie
wissen doch auch, dass viele unschuldige Menschen im Irak
aus finanziellen und politischen Gründen (was fast das
Gleiche ist) sterben mussten.
Solche Wahrheiten akzeptieren wir jeden Tag. Sind diese
ja auch immer weit von uns weg. Doch wenn es um uns selbst
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geht, dann glauben wir permanent, dass wir oder unsere Ärzte,
Pfarrer, Lehrer usw. selbstverständlich nicht Opfer solcher
Systeme sind. Und wir selbst sind doch so intelligent, dass wir
auf so was niemals reinfallen würden!
So hart es klingt, aber ich muss Ihnen sagen, Sie haben
keine Ahnung. Auch ich hatte bzw. habe bei manchen
Systemen bis heute keine Ahnung davon, wie ich manipuliert
werde und meine erste Begegnung mit Timothy in Frankfurt
war lebensverändernd. Ich habe erst nach unserem ersten
Treffen erfahren, wie Timothy durch den Tod seiner ersten
Frau sozusagen vom Saulus zum Paulus wurde und heute sein
ganzes Vermögen dafür einsetzt, um wenigstens in ein paar
Bereichen der Medizin ein Gegengewicht zu der Allmacht der
konventionellen Medizin zu erschaffen. Vor allem die armen
Länder in Afrika und Asien haben es ihm angetan und das war
auch der Hauptgrund warum er nach Frankfurt kam. Er
erzählte uns, wie vor allem in Afrika im Namen von Aids ein
Genozid stattfindet und wie einer seiner Nachfolger ein neues
Perpetuum mobile in Afrika installiert hat.
Obwohl in der Bibliothek unseres Clubs in Frankfurt kein
Einziger saß, der leicht zu erschrecken war, konnte man
während Timothys Vortrag trotzdem immer wieder Köpfe
sehen, die sich von links nach rechts bewegten, gepaart mit
verzweifelten Gesichtsausdrücken. Ich erspare Ihnen lieber
die Details, weil ich sonst Gefahr laufe, dass Sie dieses Buch
für ein totales Hirngespenst eines alten verzweifelten
Professors halten, der an einer Krankeit des paranoiden, schizophrenen
Formenkreises leidet. Timothy erzählte uns, wie
Pharmafirmen in Afrika in Großversuchen vor allem neue
Antibiotika, aber auch immunsuppressive Medikamente unter
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I n s i d e r w i s s e n f ü r a l l e
dem Deckmantel neuer Krankheiten, wie z.B. Aids, testen.
Gerade die Antibiotikaforschung steht seit Jahren still, und
man braucht hier dringend neue Medikamente, da heutzutage
schon Kinder gegen die üblichen Mittel immun sind.
Timothys Nachfolger ist vor allem mit Aids ein unglaublicher
Coup gelungen, der es seinen Auftraggebern erlaubt, auch
noch von den Regierungen für diese Forschungen bezahlt zu
werden.
Viele Firmen lassen sich sogar direkt mit Diamanten
bezahlen, weil die Länder zu wenig ausländische Währungen
haben, um sie in Dollars bezahlen zu können. Hinzu kommt
einer der größten psychologischen Feldversuche, oder wie
würden Sie es nennen, wenn man Millionen absolut gesunder
Menschen einfach sagt, dass sie bald an einer geheimnisvollen
Krankheit sterben müssen? Ich möchte in diesem Buch nicht
näher auf diese Problematik in Afrika und wahrscheinlich
zukünftig auch in Asien eingehen (ich bete heute noch, dass es
Timothys Nachfolger in Asien nicht gelingen wird), denn ich
muss davon ausgehen, dass die meisten Menschen schon jetzt
ihre Herausforderungen mit diesem Buch haben und ich
möchte Ihren Glauben an die Menschen auch nicht total
erschüttern.
Timothy berichtete auch noch über eine Krebskampagne,
von der er erfuhr. Die Kampagne im eigentlichen Sinn ist gar
nicht interessant, aber die Idee, die dahinter steht, möchte ich
Ihnen vorstellen, weil sie ein Prinzip beinhaltet, dem man
immer wieder begegnet. Sie kennen doch sicherlich den Satz:
„Na ja, ein bisschen Wahrheit ist halt immer dabei.“ Dieses
sogenannte Übertreibungs-Prinzip funktioniert sehr gut, wenn
man einen Gegner z. B. in der Politik schlecht machen
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möchte. Man bewirft ihn mit viel Schmutz und übertreibt so
maßlos, in der Hoffnung, dass irgendetwas am Schluss doch
noch haften bleibt. Dabei gilt, je schlimmer desto besser.
Wollen Sie einen Keil in eine Ehe treiben, dann streuen Sie nie
nur das Gerücht, Mr. XY hatte eine Affäre mit seiner
Sekretärin, nein Sie müssen verbreiten, dass XY ein Kinderschänder
ist, sich täglich Pornobilder von den Internetseiten
herunterlädt und permanent Affären hat. Herr XY wird dann
versuchen, vor allem das Bild des Kinderschänders sofort
wieder gerade zu stellen. Glauben Sie mir, die meisten sind
dann so froh, dass sie nicht mehr als Kinderschänder oder
Pornofreak dastehen, dass es ihnen am Schluss egal ist, ob
noch jemand denkt, dass sie ab und zu fremd gehen. Und
schon haben Sie erreicht was Sie wollten. Dieses Prinzip
funktioniert auch perfekt in der Medizin. Harmlose Knoten
werden als bösartigste Krebsarten dargestellt, sodass Patienten
schlimmste Chemotherapien über sich ergehen lassen und
über Jahrzehnte haben uns die Handlanger der Pharmafirmen
erzählt, dass Medikamente nur so gut sind, wie ihre
Nebenwirkungen.
Je mehr Nebenwirkungen ein Medikament hat, desto
besser wirkt es auch. Dazu kann ich aus heutiger Sicht nur
noch sagen, wie blind sind wir eigentlich inzwischen, dass wir
so einen Unsinn auch noch glauben?. Nebenwirkungen sind
kein notwendiges Übel einer Therapie, sondern stellen die
eigentlichen Hauptwirkungen dar. Ganz nebenbei dienen sie
auch noch dazu, dass Sie entweder noch mehr Medikamente
benötigen oder nicht so schnell gesund werden. Ein perfekt
installiertes Perpetuum mobile, mit dem man vor allem bei
alten Menschen richtig viel Geld verdienen kann. Wie oft
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hatte ich es selbst erlebt, dass Patienten zu mir kamen und teilweise
mehr als 10 verschiedene Medikamente eingenommen
haben. Natürlich nur zum Wohle der Patienten und nicht zum
Wohle einiger Weniger, um noch reicher zu werden. Wie blind
war ich nur über all die Jahre als Arzt! Eine verknüpfte
Medientechnik hat es vor allem seit dem Internetzeitalter
geschafft, uns permanent Krankheiten zu verkaufen, die es gar
nicht gibt. Dabei wird vor allem das Übertreibungs-Prinzip
eingesetzt. Es ist eigentlich egal, um welche Krankheit es sich
handelt, wichtig ist nur, dass dermaßen übertrieben wird, dass
jeder davor Angst hat. So im Stile von jeder mit einem
erhöhten Blutdruck oder Cholesterinspiegel steht vor einem
Schlaganfall, Bypässe sind die letzten Rettung für Herzkranke
und aktive Kinder haben Aufmerksamkeitsdefizite.
Diese Liste könnte ich hier leicht um tausend weitere
Krankheiten erweitern und auch hier wissen weder Ärzte noch
Patienten, dass sie permanent belogen und betrogen werden.
Aus diesem Grund werden sie natürlich immer sagen, dass
das, was sie tun, absolut richtig ist und sich mit Händen und
Füßen gegen notwendige Änderungen wehren. Was wäre denn
die Alternative? Sich eingestehen, dass man jahrelang auf clevere
Marketingleute hereingefallen ist und aus voller
Überzeugung dazu beigetragen hat, dass wenige Menschen
immer reicher geworden sind – auf Kosten der eigenen
Patienten?
Ich kann gut verstehen, dass die Mehrheit der Ärzte mich
lieber für verrückt hält, ich kann gut verstehen, wenn sich
große Interessengruppen gegen dieses Buch wehren, ich kann
gut verstehen, wenn Sie die Welt gerne anders, genauer
gesagt, besser sehen wollen – nur, ändern, nein ändern wird
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das leider gar nichts und genau das wissen Genies wie
Timothy auch und sind bis heute davon überzeugt, dass man
diese Perpetuum mobiles nicht mehr stoppen kann. Halten Sie
mich für arrogant oder fanatisch oder einfach für einen
Weltverbesserer. Ich glaube fest daran, dass wir diese, ohne
Zweifel von Genies wie Timothy, perfekt installierten
Perpetuum mobiles wieder stoppen können - und stoppen
müssen, wenn wir zukünftig nicht noch mehr Leid ertragen
wollen.
Timothys Vortrag war übrigens mit einer der Auslöser,
dass ich gesagt habe, ich muss ausbrechen und der Welt über
all diese Dinge berichten, selbst auf die Gefahr hin, dass die
Welt, so wie sie heute ist, noch nicht für die Wahrheit genügend
vorbereitet ist.
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