Hallo Anthony,
eine gute Linksliste hast Du da gefunden.

Ich habe auch noch ein paar Infos über das deutsche Wetter-Radar-System aufgestöbert:
Wetter-Radar-Anlagen in Deutschland
Wissenswertes:Ein Wetterradar besteht aus einer Antenneneinheit einschließlich Radom (Wetterschutz), einem Sender und einem Empfänger, Signal- und DatenverÂarbeitungsprozessoren, einem Radarrechner sowie einem lokalen Netzwerk mit den erforderlichen Fernmeldeanschlüssen für die Datenabgabe und für Fernzugriffsmöglichkeiten bei der Systemüberwachung.

Die Antenne des Radarsystems strahlt einen auf ca. 1° gebündelten, elektromagnetischen Puls von bekannter Frequenz, Länge und Leistung ab. Niederschlagsteilchen streuen diese Energie und senden sie teilweise zur Antenne zurück. Aus der Laufzeit des Empfangssignals lässt sich die Entfernung bestimmen. Die als Reflektivität bezeichnete Stärke des Echos liefert Hinweise über Größe und Beschaffenheit des Niederschlagsteilchens.
Neben der Intensität der rückgestreuten Signale erfassen die Radaranlagen über die Dopplerverschiebung auch die mittlere radiale Geschwindigkeit der Niederschlagsteilchen. Ein Dopplerfilterverfahren entfernt die sogenannten Clutter. Clutter sind Festechos, die durch hohe Gebäude oder Hügel verursacht werden.
Nach der Digitalisierung der Signale verarbeiten der Signalprozessor und der Radarrechner die Daten weiter. Der Radarrechner steuert und überwacht auch das gesamte System.
Abtastverfahren des DWD Der DWD setzt zwei verschiedene Abtastverfahren ein.

Bei der Raumabtastung, dem volume scan, durchläuft die Antenne alle 15 Minuten 18 verschiedene Elevationswinkel von 37,0° bis 0,5°. Dabei deckt sie die Atmosphäre bis in eine Höhe von 12 km ab. Der volume scan besteht aus zwei verschiedenen Messmodi: Der intensity mode deckt die unteren Elevationswinkel von 0,5° bis 4,5° ab, der doppler mode erfasst die Elevationswinkel darüber. Die horizontale Reichweite beträgt beim intensity mode 230 km und beim doppler mode 120 km.
Die unterste Position hat für die Hydrometeorologie eine herausragende Bedeutung. Daher wird die Raumabtastung alle fünf Minuten unterbrochen und die Niederschlagsabtastung (precipitation scan) im tiefsten Elevationswinkel durchgeführt, um möglichst zeitnah Niederschlagsdaten aus Entfernungen bis 128 km zu gewinnen. Der Radarstrahl streicht dabei - angepasst an die jeweilige Orographie - zwischen 0,5° und 1,8° über den Horizont.

Die Wetter-Radaranlage Türkheim (bei mir in der Nähe) wurde bereits mehrfach beschenkt.
Es wird aber immer wieder nachgelegt.
Also, wer in der Nähe eines solchen Monsters wohnt oder die Möglichkeit hat,
dort vorbeizufahren, bitte alle Wetter-Radar-Anlagen großzügig beschenken.
Mit TBs in 6er-Formation umringen und mit HHGs und Erdrohren zusatzbehandeln.
Liebe Grüße
Honigblume