Der Sambesi oberhalb der Victoria Fälle
Erste Übernachtung bei Francistown, Botswana

Schlange stehen an der Fähre bei Kazungula
Der obere Sambesi oberfhalb der Victoria Fälle ist ziemlich weit und sah von Livingston aus,wo ich schon früher war, befahrbar aus.
Als wir in Livingstone ankamen, suchten wir folglich erstmal nach einer Bootsrampe, die wir im örtlichen Yachtclub fanden.
Der Club war so ein bischen ein übrigbleibsel aus kolonialen Zeiten und schien bessere Tage gesehen zu haben.
Wir sahen nur 3 Boote und keins davon war auf dem Wasser.
Man sagte uns, daß der Fluß nur etwa 12 km flußaufwärts von Livingstone befahrbar sei. Nun ja, wir furhren jedenfalls los und fanden auch daß er sich an der angegebenen Stelle in mehrere schnellflieende Kanäle aufteilte. Hier waren oft Felsen dicht unter der Oberfläche, was das navigieren gefärhlich und schwierig machte. Leicht kann man sich dabei den Propeller an einem Stein zerschmettern und treibt dann ziemlich hilflos flußabwärts, wenn man sich nicht in einer der zahlreichen Schilfinseln verfängt.
Deshalb fuhren wir sehr langsam und starrten gebannt auf die Wasseroberfläche.
Nach einer Weile hatten wir nicht mehr den Mut ohne einen flußkundigen Führer weiter zu fahren. Die Stromschnellen wurden schneller und schneller und hier und da hatten wir schon auf Stein geschrammt.

Der Sambesi oberhalb von Vic Falls
Zum Glück sahen wir ein paar Boote an einem Steg vertäut und gingen dort an Land, um jemand zu finden, der uns weiterhelfen könnte.
Und da hatten wir dann großes Glück, indem wir Mylos trafen, einen professionellen Flußführer, der normalerweise mit großen Gruppen Touren auf dem Fluß fährt. An dem Tag waren gerade keine Gruppen angesagt, und so stimmte er zu, mit uns mitzufahren.
Mylos wußte genau, wie man die Stromschnellen schneiden mußte und so konten wir unserer reise Stromaufwärts nunmehr mit voller Geschwindigkeit fortsetzen.
Er hatte sogar für uns alle eine Rettungsweste organisiert, falls wir umkippen sollten.
Das war ein Riesenspaß!
Insgesamt gelang es uns, etwa 30km flußaufwärts zu kommen. Dort hörte Dann auch Mylos’ Kenntnis des Flusses auf. Die Stromschnellen hörten allerdings leider nicht auf.

Robert und Mylos, unser Flußführer

Mylos

Elephanten auf dem simbabwischen Flußufer
Wir kamen zu einem Dorf am Flußufer, wo einige der Bewohner am Ufer mit ihren Einbaumkanus beschäftigt waren. Mylos fing eine lebhafte Unterhaltung mit den Fischern an, um herauszufenden, wie man am Besten weiter flußaufwärts navigieren sollte.

Traditionelles Fischerdorf am Flußufer

Dorfbewohner im Gespräch mit Mylos
Leider war die Information nicht sehr klar und so drehten wir langsam um. In der Zwischenzeit hatten sich einige energiereiche Cumuluswolken gebildet.
Mylos hatte bereits ein waches Interesse an unserem Tun gezeigt und war sehr aufgeschlossen. Wir fragten ihn, ob er einen guten Platz fur die Aufstellung eines Cloudbusters wüßte und er schlug eine unbewohnte Insel vor, die er gut kannte.

Cumuluswolken formieren sich nach dem Beschenken des Flusses
Wir mußten zurück zum Bootsclub, wo der Landrover geparkt war, und dort den CB holen.
Auf dem Weg zurück fuhren wir noch eine kleine Schleife, so dicht wie möglich an die Fälle heran, ohne gleich herabgespült zu werden, und platzierten eine ordentliche Menge Orgonit genau oberhalb des “Rauchs der donnert”.

Mosi o tunya – Der Rauch der donnert
Beachten sie bitte die phonetische Nähe von “Tunya” und “Thunder” ebenso wie “Mosia” und
“moisture” (Feuchtigkeit auf Englisch). Credo Mutwa hat Hunderte solcher Entsprechungen zwischen den Bantusprachen (Die meisten Völker Afrikas gehören zur Bantu-Sprachgruppe) und den indogermanischen Sprachen Europas gefunden. Wen wundert’s, daß “Mama” auch bei den Zulus das Wort für Mutter ist, genau wie auf Englisch, Italienisch, Deutsch und vielen anderen Sprachen Europas mit geringen Abweichungen.
Soviel zu unseren gemeinsamen Wurzeln und der babylonischen Sprachverwirrung…
Die Fälle waren sehr wasserreich un der Sprühnebel war von weithin sichtbar als stehende Wolke mit tollen Regenbogen-Lichtspielen.

Die ersten Nilpferde – wir würden noch Tausende sehen!
Wir holten den CB und schipperten wieder in Richtung Insel.
Dort angekommen, stellten wir fest, daß die einzigen Besucher dieser Insel offensichtlich Nilpferde und Elefanten waren.

Elefantenfußabdrücke sind so groß wie richtige Krater

Mylos, Robert und der CB

Ein riesiger hohler Wildfeigenbaum schien mir zur Aufnahme des CBs ideal geeignet zu sein

Wenn das keine Synergie erzeugt…

Heimweg nach vollbrachter Tat
Auf dem Rückweg waren wir sehr zufrieden mit dem Tagewerk. Wir hatten noch ein paar Drinks mit Mylos an der Bar der Zambesi Waterfront (Das Nationalgebräu in Sambia heißt passenderweise Mosi-o-Tunya) Ich hoffe er wird diesen Bericht lesen und im Kontakt bleiben. Die Webseitenadresse hat er jedenfalls.
Am nächsten Morgen gingen wir zu den Fällen. Da wir sie beide schon kannten, (und ich sie auch schon auf den letzten 2 Reisen reichlich beschenkt hatte) und man wegen des starken Sprühnebels sowieso nicht viel würde sehen können, verzichteten wir auf einen Besuch in dem kleinen Park, der direkt bei den Fällen liegt.
Stattdessen gingen wir auf die alte Grenz – Brücke nach Zimbabwe, die den Sambesi gerade unterhalb der Fälle überquert. Sie heißt “Knife Edge Bridge” (Messerschneidenbrücke) und stammt wohl noch aus der Zeit Cecil Rhodes’, des großen Plünderers Afrikas. Naürlich versäumten wir nicht, auch hier ein paar Orgonteile fallen zu lassen.
Die Brücke ist atemberaubend hoch und in der Mitte gibt es den angeblich höchsten Bungee-Absprung der Welt.
Nicht für mich!
Ich war etwas nervös, da wir ja tatsächlich kurz auf Simbabweschem Territorium waren, aber zum Glück waren keine Simbabweschen Grenzbeamten auf der Brücke. Puh!

" Diese Bäume sind doch sicher nicht einheimisch – muß wohl mal den Forstminister anrufen!

Schmeißen vom Ufer aus..
Die Stadt Livingstone hat sich innerhalb weniger Jahre in einen wahren Zirkus des Safari-Tourismus verwandelt, mit Microlight Flügen, Bootstouren mit und ohne Sauferei und Werbung für alle möglichen anderen verblödenden Herdenaktivitäten an jeder Ecke.
Mir erscheint das auch als eine Art, einen Kraftort, wie es die Fälle auf jeden Fall sind, zu entweihen.
Aber Sambia hat eine sehr liberale Einstellung gegenüber allen Investoren in der Tourismusindustrie, solange sie Geld in die Staatskasse bringen und Arbeitsplätze schaffen.
Ich hoffe, sie werden so weise sein, ein wenig Stille an diesem eindrucksvollen Platz zu bewahren

Was wir oberhab der Vic Falls erreicht haben.
Allzuweit sind wir ja nicht gekommen. Und wir hatten gerade das Gefühl, daß der Abschnitt zwischen Kazungula und Vic Falls energetisch besonders schlecht dran war. Deshalb beschlossen wir, die Straße, die parallel zum Sambesi verläuft, auf unserem Nachhauseweg noch einmal besonders intensiv zu busten. (mit 1 TB alle 2km zwischen Livingstone und Kazungula)
Der Kariba-See
Die Straße nach Sinazongwe am Kariba-See
Am nächsten Tag brachen wir zum Kariba-See auf, unserem “Hauptziel”. Von der Hauptstraße Livingstone-Lusaka ist der “Abstieg” zum See etwa 80 km weit und führt durch bergiges Terrain mit faszinierenden Ausblicken.
Wir spürten eine merkwürdige Schwärze in der Atmosphäre über dem See, die man sehen konnte, lange bevor der See selbst sichtbar wurde.

Erster Blick auf den See
Als wir das Seeufer erreichten, präsentierte sich der See bleiern und drückend und die Luft war heiß und schwül. Ungewöhnlich im Winter, wo es eher trocken sein sollte.

Riesen-Baobab-Baum in Sinazongwe

Erstes Zu-Wasser-Lassen des Bootes auf dem Kariba-See
Wir fanden einen passenden Platz um das Boot am nächsten Morgen zu Wasser zu lassen. Der Wind hatte stark aufgefrischt und Robert machte sich bereits wegen der hohen Wellen Sorgen.

Typisches Fischerei-Ponton auf dem Kariba-See
Der Wind blies uns in der Tat kräftig ins Gesicht und der See war sehr unruhig. Es war sehr unangenehm und wir waren bereits nach ein paar Minuten völlig naß.
Durch den Wind-Kühleffekt war es auch sehr kalt und ein Gefühl stiller Verzweiflung beschlich uns.
Wir versuchten, uns soweit wie möglich an die Küste zu schmiegen um aus dem starken Wind herauszukommen, aber das funktionierte auch kaum, denn wir mußten die versunkenen Wälder in Ufernähe vermeiden.
Wir fuhren daher zunächst sehr langsam mit etwa 8-9 km/h und merkten natürlich nach 2 Stunden, daß wir nicht viel geschafft hatten.
Schließlich verlor ich eine Geduld und entschied mich für eine ganz andere Herangehensweise:
Volle Kraft voraus!Das hieß, daß wir nun über die Wellen sprangen, und da diese sehr ungleichmäßig in Abstand und Höhe waren, oft sehr hart landeten. Oft hatte ich das Gefühl, das Boot würde auseinanderbrechen. Später merkten wir, daß diese grausame Behandlung (auch unserer Rücken) die Lebenszeit der Aufblaskammern des Bootes leider extrem verkürzen sollte. Die alten Nähte mochten diese Belastung jedenfalls nicht sehr.
Die alte Dame hatte sich wohl schon auf einen komfortablen Ruhestand als Spaß- und Fischerboot auf einem stillen Fluß oder See in Südafrika gefreut und nun behandelten wir sie, als ob sie en Rennpferd in den besten Jahren wäre. Aber wir erreichten unser Ziel für den Tag, nämlich das Ende des Kariba Sees, wo der Sambesi einmündet.

Versteck in einer Felsspalte
Am außersten Ende von Kariba vesteckten wir einen Mini-CB. Der Fluß sah auch weiter nach oben hin befahrbar aus, aber leider mußten wir auf die Zeit und unsere begrenzten Treibstoffvorräte an Bord achten. In solch unvorhersehbaren Gewässern möchte man nicht nach Dunkelheit unterwegs sein, besonders wenn man nicht weiß, wo die versunkenen Bäume und Felsen dicht unter der Oberfläche lauern.

Der Skipper wartet, bis ich fertig bin

Manchmal erlaubte mir der Käpt’n auch, das Boot zu steueren, besonders nachdem ich mir im Wellenspringen eine Tapferkeitsmedaille verdient hatte.
Die nötige Wut, um mein Boot gegen diese widrigen Umstände auf’s Spiel zu setzen bekam ich, weil ich das Gefühl hatte, daß wir gegen ein bösartiges Bewußtsein anzukämpfen hatten, daß nicht gerade unseren Erfolg wünschte.

Irgendwie wirkte der See über lange Strecken richtig langweilig. Ist das all die tote Energie?

Abgestorbene Bäume erinnern daran, daß dies hier eigentlich nicht als See gemeint war
Für unseren nächsten Abschnitt mußte man den ganzen Weg zur Hauptstraße zurückfahren und zum See zurückkehren. Ein Umweg von 300km um zu einem Punkt etwa 85 km weiter östlich am Seeufer zu kommen, wo wir hofften, das Boot wieder zu Wasser lassen zu können.
Wir beschlossen daher, daß Robert das Boot auf dem Wasser nach Chipepo, einem kleinen Fischerdorf, wo Weißnasen wie wir noch etwas wirklich Staunenswertes und Besonderes waren, bewegen sollte, während ich das Auto und den Hänger über die Straße bewegte.

Sendemast nahe Gwembe, auf der zweiten Zufahrt zum See
Auf der Karte war eine Querverbindung näher am See eingezeichnet, was mir 200 km oder so hätte ersparen können, aber ich konnte sie nicht finden. Nachdem ich ein paar sehr wilde und mit kratzigen Dornen überwachsene Wege ausprobiert hatte, kehrte ich zur Hauptstraße zurück und fragte den Fahrer eines kleinen Bau-Lasters um Hilfe. Er kannte die kleine Straße, aber erzählte mir auch gleich, daß die Brücke dort weggespült sei, und er mit dem Wiederaufbau derselben beschäftigt sei. Generell empfehle er keinem, dort alleine ohne zweites Fahrzeug und eine Schar von Helfern (zum Weghacken der Dirnen und Zweige und Rauszerren des Autos im Notfall) durchzufahren.

Auf dem Weg nach Chipepo

Traditionelles Dorf am Wegesrand
Wir hatten nicht vor, in Chipepo zu übernachten, sondern setzten unsere Reise bis nach Siavonga, einer kleinen Ferienstadt am Kariba Damm fort, nachdem ich das Boot samt Robert in Chipepo eingesammelt hatte. Das war eine weitere Fahrt von 600km (um etwa 120km auf dem See voranzukommen) und wir kamen dementsprechend auch erst nach Mitternacht dort an.

Waiting for my man @ Chipepu

Und da kam er...
Aber wir sparten einen ganzen Tag, indem wir Boot und Auto parallel bewegten. Ich denke, das ist die beste Taktik beim Beschenken großer Wasserflächen. Man sollte mit 4 Leuten reisen, und immer 2 auf dem Boot und 2 im Auto haben, wobei man die Teams ständig wechseln sollte, so daß Alle mal mit dem Boots-Spaß drankommen.

Ganz blaß im Hintergrund sehen sie die eigentliche Kariba-Schlucht. Ich denke das ist der eigentliche heiße Energiepunkt
Wie schon weiter oben gesagt, war ich über weite Strecken von dem See enttäuscht. Hatte ich zuviel erwartet?
Über lange Strecken fühlte er sich einfach langweilig und tot an. Ich bin nicht sicher, wo genau die ursprüngliche Kariba-Schlucht ist. Im Rückblick auf die Staudammwand (s.o.) spürte ich ein friedliches und positives Gefühl. War dies der Ort, von dem Credo gespochen hatte?
Eine andere Stelle, die sich sehr stark anfühlte, (und entsprechend beschenkt wurde) waren diese 2 Inseln.

Diese beiden ehemaligen Berge, jetzt Inseln, fühlten sich energetisch sehr stark an
Könnte es sein daß sie mit den beiden Felsen identisch sind, von denen Credo Mutwa sagte:
"Und da gab es eine Stelle, nunmehr für immer unter den Fluten begraben, wo man, wenn man in einer Spalte zwischen den beiden großen Felsen genau hinhörte, den Klang von fließendem Wasser hörte. Aber es klang, als ob es von weit unterhalb der Erdkruste käme. Um diese Spalte, zwischen den beiden Felsen, wuchs die Legende, daß Kariba auch das Tor zur Unterwelt war…”

Ja, der ist schon riesig, der See

Noch eine Kapenta-Fischerei-Plattform

Und noch eine

Er wird wieder unruhig

Picknick-Bucht

Friedliche Mittagspause

Ja, und diese Postkarten-Sonnenuntergänge gibt es wirklich. Es ist in Wirklichkeit der Rauch in der Luft, (oder das DOR) der sie so “unheimlich” schön macht.

Wir konnten nicht näher an die Staudammwand herangehen, da sie unter konstanter Kameraüberwachung steht

Siavonga wird auch landseitig beschenkt

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Markt in Siavonga

Unsere Orgonspur durch Kariba – etwa 280 Geschenke