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Autor Thema: Was ich gelernt habe  (Gelesen 1693 mal)
Harun
Gast
« am: Januar 13, 2007, 12:09:14 »

Hallo,

ich war eine Zeit lang sehr beschäftigt und bin es immer noch.
Heute nehme ich mir mal etwas Zeit und werde - anstatt weiterzulernen - eine kleine Zusammenfassung meines erlangten Wissens vermitteln ... zumindest versuche ich es ,-)

Zu meiner Person:
Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit in einer Apotheke bin ich Heilpraktiker.
In meiner Praxis arbeite ich mit Hypnose und psychotherapeutischen Interventionen.
Das Unterbewusstsein des Menschens ist es also, mit dem ich mich sehr beschäftige.

Und inzwischen hilft mir mein Unterbewusstsein dabei, Übersinnliches bewußt wahrzunehmen.

Dazu bedarf es einiger Erklärung:
Das Unterbewusstsein (UB) ist eigentlich alles, was den Menschen ausmacht.
Das UB steuert alle Funktionen des Körpers, wie z.B. Körpertemperatur, Herzschlag, Blutdruck, Müdigkeit, etc.
Das UB steuert Handlungen (Auto- und Fahrradfahren, Türe öffnen, Sprechen, usw.)
Das UB steuert Verlangen (Innere Debatte zwischen Teilen, die z.B. Sparen wollen oder sich doch ein paar Kristalle leisten möchten)
Das UB steuert die Sinneswahrnehmung (Menschen in Hypnose brauchen keine Brille mehr zum Lesen, Hörgeräte zum Hören)
Das UB kann Rat vom 'Höheren Selbst' einbeziehen (egal, wie man sich das vorstellt oder überhaupt daran glaubt)
Das UB steuert das Wissen (Im Grunde genommen speichert das Gehirn alles Sinneseindrücke, dazu gehört jeder Buchstabe jedes Wortes eines jeden Satzes, den man je gelesen oder gehört hat) Jeder, der schonmal 'Mir liegt das Wort auf der Zunge, aber ...' sagen durfte, weiss, dass man manchmal machtlos und ohnmächtig nach vorhandenem Wissen ringen kann (Ein Linguisitik-Proffessor wurde unter Hypnose mal gefragt, was denn die Ursache sei, dass man sich nicht an bestimmte Worte erinnern kann, obwohl man sich sicher ist, dass man sie weiß ... Die Antwort des UB: "Damit Du nicht überheblich wirst") ,-)

Wenn man in Trance ist (durch Hypnose, autogenem Training, Yoga, etc.) kann man das Unterbewusstsein veranlassen, Körpertemperatur, Herzschlag, etc. bewusst zu verändern.
In Trance, kann man bestimmte Handlungen schneller erlernen (Geschicklichkeitsspiele, etc.)
Unter Hypnose, kann man mit den konkurrierenden Teilen verhandeln, so dass der Teil des UB, der lieber Geld ausgeben will sich zurückhält und der Teil, der Sparen will oberhand bekommt.
Man kann das Unterbewusstsein bitten, die Sinneswahrnehmungen im Bewußtsein zu verändern !!!
Man kann, wenn man höflich zu seinem UB ist und bescheiden, sehr viel Wissen zur Verfügung haben.

Was habe ich erreicht?
Am Anfang wenig. Ich habe erst versucht, mein UB zu zwingen, ich habe gebettelt, usw. aber bis auf ein paar kleine Sinneswahrnehmungen, die ich schon vorher hatte, hatte sich nichts getan.
Ich konnte so einen Millimeter meiner Aura sehen und Energie spüren, wenn ich mich sehr konzentrierte.
Aber im Grunde genommen hat mein Unterbewusstsein mich verarscht, da dieses Sehen und Fühlen nicht reproduzierbar war.
An einigen Tagen konnte ich regelrecht spüren, wo meine TBs liegen, dann war ich wochenlang blind.
Es war anstrengend und ermüdend.

Aber:
Inzwischen weiss ich, wie ich mit dem UB umgehen soll und muss.
Zitat
Regel Nummer 1:
Dein Unterbewusstsein hat das Recht und die Pflicht, Dich zu beschützen.
Regel Nummer 2:
Das Unterbewusstsein hat immer recht!
Regel Nummer 3:
Sollte Regel Nummer 2 nicht zutreffen gilt automatisch Regel Nr. 1
Das heißt, wenn das UB meint, dass aussersinnliche Wahrnehmung ausserhalb Deiner bewussten Wahrnehmung bleiben soll, dann hat das UB seine Gründe, es will Dich beschützen. Wovor, steht erstmal nicht zur Diskussion.

Man kann nun hart trainieren und versuchen, sein UB zu zwingen ... Aber gerade die Menschen, die eine gute Verbindung zu ihrem UB haben, zwingen weder sich, noch sonst jemand anderen - man beachte hierbei zum Beispiel die Geisteshaltung der Yogis.

Wenn das Unterbewusstsein seine Gründe hat, bleibt einem nur noch die Möglichkeit der Verhandlung (Aha! Jetzt kommt Volker zum Kern des Themas).

Ich habe mit meinem UB verhandelt:
Es ging mir erst um das Aurasehen.
Und mein Unterbewusstsein, bzw. der Teil, der für die Sinnesfilterung verantwortlich ist, war ganz schön stur ,-)
Während der Verhandlung bekam ich aber Einblicke, in Form einer ca. 3cm dicken grünen hellleuchtenden Aura um meine Hände.
Der Deal mit diesem - ich nenne ihn Aura-Teil - ist nun, dass er mir über einen Zeitraum von 6 Wochen das Aurasehem ermöglicht.
Aber unter den Bedingungen, dass ich in Ruhe bin und kein anderer Sinneskanal gerade besonders bewusst wahrgenommen werden muss.
Dass mir das volle Spektrum nicht mit einem mal gegeben wird, sondern von Tag zu Tag ein wenig mehr zu sehen ist.
Wenn die 6 Wochen um sind, und mein Aura-Teil unzufrieden mit diesem Deal sein sollte, gibt es wieder Verhandlungen.

Sobald dieser Deal stand, meldete sich ein anderer Teil meines UBs - derjenige, der darauf achtet, dass ich nicht wahnsinig werde. Er hatte auf Grund der gemachten Vereinbarungen Einwände, etc.

Insgesamt musste ich mit mehreren Teilen meines UBs Verhandlungen führen, bis ich seit gestern in Ruhe meine bewusste Wahrnehmung mit aussersinnlicher Wahrnehmung fülle.

Dieser Aura-Teil, der im Grunde die Sinneswahrnehmungen als ganzes filtert, ermöglicht mir auch das verstärkte Fühlen von Energie.
Als ich gestern im Bett Cesco's Little Secret in der Hand hielt, fühlte ich anstatt des üblichen Druckes im Arm einen Flash im Oberkörper und im Kopf.

Diese Vehandlungen sind also sinnvoll und sparen viel Energie.

Wie es im Detail gemacht wird?
Es ist kompliziert und man kann viel falsch machen. Daher: Lesen und Verstehen:
Zitat
Autoren Richard Bandler und John Grinder:
1. Metasprache und Psychotherapie (Structure of Magic I)
2. Kommunikation und Veränderung (Structure of Magic II)
3. Neue Wege in der Kurzzeittherapie (Frogs into Princes)

Ich werde im Laufe der Wochen mich wieder melden und Bescheid geben, wie es gelaufen ist.

Wenn es klappt, werde ich es als festen Bestandteil meiner Praxis einführen ,-)

WinkeWinke,
Volker Harun Bruhn

P.S.: Die angegebene Literatur ist im Übrigen sehr nützlich, wenn man erkennen will, wie man durch Sprache manipuliert werden kann.
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Emiel
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« Antworten #1 am: Januar 13, 2007, 02:47:54 »

Toll,

ich habe ähnliche Erkenntinsse.
In Buchform haben mich sehr die Schriften von Robert A. Monroe inspiriert, der auf seinen Astralreisen seinen INSPES Freund hat, wobei sich dieser später als Monroe selbst entpuppt - nur in seiner Ganzheit, also sein Überbewußtsein, komplettes Zeitloses ich.
Tolle Sache.
Aber ganz wunderbar ist in diesem Zusammenhang auch das Buch "OFFENBARUNGEN EINES UNSTERBLICHEN -
Ein 192-Jähriger berichtet von der Erweckung der inneren Stimme" von Jürgen Briegel.
Hier wird ebenfalls von direktem Kontakt zu seinem tiefen Selbst berichtet (u.a. zur Aktivierung der Unsterblichkeitsenergie, was allerdings in der Entscheidung des tiefen Selbstes liegt!). {hat Horst Weyrich auch komplett im Netz auf seiner Seite stehen bzw. habs auch als Word-Doc - das Buch wird nämlich nicht mehr neu gedruckt}
Tiefes Selbst = höreres Selbst = innere Stimme = UB

Danke Volker für diesen Beitrag. Gute Idee mit den Verhandlungen. Ich habe nämlich seit ein paar Wochen auch stärker den Wunsch "mehr" zu sehen. Werde es mal so wie Du machen. Scheint mir eh der einzig sinnvolle Weg!

Grüße

Alexander
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These aren't the droids you're looking for!
Dani
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« Antworten #2 am: Januar 13, 2007, 05:16:55 »

Hallo!
Danke dass du uns deine Erfahrungen mitteilst. Hast du mal von Joseph Murphy "Die Macht ihres Unterbewusstseins" gelesen, und Bücher von Erhard F. Freitag der mit Hypnose arbeitet und Schüler von Joseph Murphy war? Das könnte dich interessieren. Im Prinzip sagt Dr. Murphy, ist das Unterbewusstsein wie eine Festplatte, die das abspeichert was wir ihr mit unserem bewussten Geist Wiederholt eingeben. Die Wiederholung ist dabei das wichtigste. Es ist eine Schutzfunktion, damit wir nicht alles gleich beim ersten mal glauben wenn wir etwas hören. Sondern erst nach reichlicher Überprüfung unseres bewussten Geistes geht es ins Unterbewusstsein über.
Mehr dazu in den oben beschriebenen Büchern. Viele Grüße und noch ein schönes Wochenende.
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Im Lobe steckt mehr Zudringlichkeit als im Tadel - Friedrich Nietzsche
Harun
Gast
« Antworten #3 am: Januar 14, 2007, 01:22:22 »

Hallo Alex,
ruf mich mal ab Montag auf meinem Handy an ... ich gebe Dir dann noch ein paar Tipps durch!

Hallo Dani,

vielen Dank für Deine Antwort.
Mir sind weder Murphy, noch Freitag bekannt, was sich aber bald ändern wird (Der Teil der Sparen will in meinem Unterbewusstsein hat keine Chance gegen den Teil, der Bücher kaufen möchte  Zwinkernd )

Mir persönlich fällt es schwer, das Bewusstsein vom Unterbewusstsein zu trennen.
Irgendwie ist das Bewusstsein die Schnittstelle, wo die verschiedenen Teile des Unterbewusstseins miteinander kommunizieren. Im Grunde ist jeder Gedanke, den wir als bewusst bezeichnen nichts weiter als ein unterbewusster Gedanke, der in Form einer inneren Stimme (Tons?), eines Gefühles und/oder eines Bildes seinen Ursprung nahm.

Die Wiederholung ist ein Methode, der sich die Werbung bedient ('Otto ... find ich gut').
Es gibt aber Möglichkeiten in der Sprache, diese Wiederholungen unnötig zu machen.
Milton Erickson bediente sich in seinen Hypnosesitzungen einer solchen Sprachtechnik.
Die oben genannten Autoren untersuchten diese Sprachtechniken bei Erickson und anderen begnadeten Magiern der Psychotherapie und entwickelten daraus das NLP.
Eine der mächtigsten Waffen der Werbung, der Politiker, der Kirchen (und vor allem Sekten) und natürlich der Presse.
Mit dieser Methode kann man Informationen grossen Teilen des UBs glaubhaft machen - und zwar schnell.

Ich würde Deine Ausführung über die Kernaussage der Autoren - aus meiner jetzigen Sicht - so abändern:
Jede Information wird im Gehirn, wie auf einer Festplatte gepeichert.
Je öfter diese oder eine ähnliche Information auftaucht, desto mehr Teile des Unterbewusstsein werden darauf aufmerksam.
Haben diese Teile die Möglichkeit im Bewusstsein miteinander zu kommunizieren, entstehen sinnvolle Verknüpfungen untereinander.

Kann mich aber natürlich auch irren

WinkeWinke,
Volker
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