Den heutigen Freitag haben eine Freundin und ich genutzt, uns des KZ Theresienstadt anzunehmen. Bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten, kein Spaziergang aber alle Mühe wert.
Tourbeginn im wunderbar grünen Elbtal:
http://i6.tinypic.com/14lsoy1.jpghttp://i5.tinypic.com/14lspat.jpghttp://i5.tinypic.com/14lspit.jpgDie ersten größeren Städte nach der Grenze, Decin und und Usti n.L. haben sich in den Jahren seit der Wende nicht viel verändert. Weitläufige Industriegelände wechseln sich mit "Sozialen Wohnungsbauprojekten" und maroden Innenstädten ab. Das einzige was wirklich an die kommende EU erinnert, sind die wachsende Anzahl von Handymasten (vornehmlich auch hier auf Wohnhäusern - allerdings weniger als bei uns an alten Fabrikschloten):
http://i6.tinypic.com/14lspr9.jpghttp://i5.tinypic.com/14lspzb.jpgAuf den Bundesstraßen kam man sich teilweise vor, als würde man nicht entlang der Elbe sondern die Weinberge entlang des Rheins durchfahren. Wobei wir die Feststellung machen mussten, dass die tschechischen Autofahrer (sowohl Mann als auch Frau) auf den Straßen ausserhalb der Städte ein Lemminge-artiges Verhalten an den Tag legen. Da wird schon mal auf dem Mittelstreifen eine imaginäre dritte Spur aufgemacht (getreu dem Motto: Der Gegenverkehr wird schon Platz machen) oder mit Vorliebe in uneinsehbaren Kurven überholt. Allein auf den 20km zwischen Usti und Lovosice durften wir 5 beinahe-Unfälle "bewundern" ;-)
http://i5.tinypic.com/14lsq6h.jpgTrotz lohnenswerter Ziele am Wegesrand beschränken wir uns für diese Tour auf Terezin, welches wir nach knapp 100km erreichen:
http://i5.tinypic.com/14lsqdg.jpgAngemerkt sei hier, dass die Festung Theresienstadt schon um 1730 errichtet wurde. Umgeben von Gräben und Befestigungsanlagen liegt die jetzige KZ-Gedenkstätte am Stadtrand von Lovosice.
http://i5.tinypic.com/14lsrrr.jpghttp://i6.tinypic.com/14lss2c.jpgFür Interessierte der Geometrie, sei hier mal der Grundriss der Festung gezeigt, welcher auf die energetischen Potentiale der Anlage schließen lässt:
http://i5.tinypic.com/14lssaf.jpgDurch das Südtor gingen wir in die Stadt und wurden sogleich von einem gut ausgebauten Mobilfunkmasten empfangen, den wir natürlich ausreichend beschenkten:
http://i6.tinypic.com/14lssid.jpghttp://i6.tinypic.com/14lssr4.jpghttp://i6.tinypic.com/14lst1d.jpgDie Festung zeigt sich heute in Form einer kleinen Provinzstadt, in der Menschen leben und arbeiten, als wäre dies kein besonderer Ort. Verschiedene "wichtige" Gebäude besitzen aber Hinweistafeln oder Überwachungskameras an allen Seiten:
http://i5.tinypic.com/14lst5d.jpghttp://i5.tinypic.com/14lsth3.jpghttp://i6.tinypic.com/14lsuuu.jpgEin am Himmel entstehender Pfeil zeigt uns die Richtung, in der wir noch etwas zu tun haben. In der Mitte der Festung thront auf einem offenen Platz eine Kirche, die selbstverständlich auch beschenkt wurde:
http://i5.tinypic.com/14lsv82.jpghttp://i6.tinypic.com/14lsvno.jpghttp://i5.tinypic.com/14lsw0y.jpgAls besonders frech empfand ich einen in der Nähe der Kirche angebrachten Sendemasten, der an einer leicht verwitterten Turmspitze befestigt war. Um das Auge des Betrachters zu blenden, wurde einfach die Rostfarbe des Turms auf die Anlage übertragen. Wobei es von nahem betrachtet, wie Blut vorkommt, was über die Sendemasten verschmiert ist - ein sehr sinniges Gedankenbild... :
http://i5.tinypic.com/14lsw9g.jpghttp://i6.tinypic.com/14lswmo.jpgNachdem auch diese beschenkt waren, setzte ein freudiges Vogelgezwitscher ein, das die Stille des gesamten Ortes durchbrach.
Neben der Ausweisung des Geländes als "Ghetto-Museum" fand sich auch eine alte Kanone (entweder PAK oder Artillerie) zur Schau gestellt:
http://i6.tinypic.com/14lsyec.jpghttp://i5.tinypic.com/14lsyrn.jpgNachdem wir die Festung umrundet und grundversorgt hatten, machten wir uns auf den Weg zum etwas ausserhalb gelegenen Friedhof samt Krematorium, da hier mit ein Großteil der stagnierten Energien zu finden war. Besonders unangenehm empfand ich den Blick ins Krematorium, wo sich 4 Verbrennungsöfen befanden - einen Fuß habe ich nicht hinein gesetzt. Über dem Eingang zum Krematorium befand sich die steinerne Statue einer Eule, falls mit dieser Information jemand etwas anfangen kann:
http://i5.tinypic.com/14lsz0w.jpghttp://i6.tinypic.com/14lsz7p.jpghttp://i6.tinypic.com/14lsznk.jpghttp://i6.tinypic.com/14lt18p.jpghttp://i5.tinypic.com/14lt1rr.jpgWas neben dem schwarzen Gedankstein noch ins Auge fiel, war das kreisförmig umpflanzte Denkmal mit Hammer und Sichel - natürlich auch beschenkt:
http://i5.tinypic.com/14lt4cw.jpgNachdem wir die Arbeit beendet hatten, bildete sich über dem gesamten Gebiet eine Gewitterfront, wobei wir im Rückspiegel das Abregnen der Wolken beobachten konnten, die gefühlsmäßig eine Erleichterung für die Region gebracht haben. Nachdem wir die Grenze zu Deutschland passiert hatten, erreichte uns dann die vom Wetterbericht angekündigte Gewitterfront aus westlicher Richtung. Ein Blick zurück nach Theresienstadt, zeigte einen zweigeteilten Himmel:
http://i6.tinypic.com/14lt4jd.jpgWas insbesondere mir nach dieser busting-Aktion naheging, war die Tatsache, dass es nach 60 Jahren, was diese Geschehnisse her sind (was immer auch damals passiert sein mag), heute noch immer jeden Tag Menschen im Krieg, in Gefängnissen und ähnlichen Konzentrationslagern sterben. Angeprangert wird das Vergangene und Vergessen das heute. Man kann nur hoffen, dass sich dieser Zustand bald zum Besseren wendet...
In ein paar Monaten werden wir Theresienstadt nocheinmal besuchen und die Wirkungen überprüfen und gegebenenfalls noch ein wenig Orgonit nachlegen.