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Autor Thema: Chemikalien- und Lösungsmittelunverträglichkeit  (Gelesen 1532 mal)
Harun
Gast
« am: Mai 05, 2006, 04:29:39 »

Hallo,

vorneweg, möchte ich mitteilen, dass ich hier niemanden persönlich ansprechen möchte, sondern nur aus meiner beruflichen Erfahrung Wissen weitergeben möchte. In einem anderen Thread wurde dies ja kritisch beurteilt. Ich schreibe ein wenig salopp und umgangssprachlich für Laien.

Chemikalienunverträglichkeit
Jeder kennt sicherlich das Gefühl, wenn man zu lange in einem Raum mit Lösungsmitteldämpfen oder in einem neuem Auto war. Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerz sind die leichteren, üblichen Symptome.
Bei etwa 10% der Bevölkerung treten diese Symptome aber schon bei sehr geringen Dosierungen und sehr kurzer Zeit auf.
Chronische Belastungen durch Möbel, Farben, Umwelt können neben Magen-Darm-Reizungen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu vielfältigen chronischen Erscheinungen führen.

In der klassischen Medizin kennt man nur den Weg, die Auslöser zu meiden. Na Klasse - sag ich mir da!

Ein befreundeter Laborarzt diagnostiziert bei den meisten betroffenen Menschen aber einen Enzymdefekt. Das Enzym Glutathiontransferase fehlt.
Mit dieser Information schickt er seine Kunden dann zu mir.

Was, wie, warum ist diese Glutathiontransferase?
Die Glutathiontransferase wandelt oxidierte Glutathion in seine reduzierte - die aktive - Form um. Aha!

Glutathion ist der Zellschutz Nr.1 - Glutathion entgiftet und schützt die Zellen. All diese anderen Antioxidantien wie Selen, Vitamin E, etc. sind klasse, aber nix im Vergleich zu dem Glutathion - es ist wie die Spitze einer Pyramide. Alles andere ist 'weniger' wichtig.  Smiley

Wenn dem Körper nun dieses besagte Enzym fehlt, kann verbrauchtes Glutathion nicht wieder aktiviert werden. Es muss ständig neu produziert werden, um den Körper in Schuß zu halten.
Ist ein Betroffener nun aber einer Belastung ausgesetzt, kann Glutathion nicht so schnell produziert werden, wie benötigt. Die Schadstoffe sammeln sich an. Jeder zusätzliche Tropfen bringt das Fass zum Überlaufen.  Unentschlossen

Nun gibt es ja - GottSeiDank - Glutathion in der Apotheke zu kaufen. Man gibt dann ein Heidengeld für ein Präparat aus - und es zeigt sich kein Erfolg.  Huch
Man geht davon aus, dass das Glutathion von den Darmbakterien freudig aufgenommen wird und bei diesen verbleibt.
Mann kann sonst sich wöchentlich beim Arzt eine Spritze verpassen lassen - aber bitte nur bei Privatpatienten - die GKV übernimmt für so eine Lapalie nicht die Kosten  Ärgerlich

Also den Körper bei der Produktion unterstützen, oder?

Es gibt leider bei der Produktion von neuem Glutathion einen limitierenden Faktor: GT besteht aus drei Aminosäuren. Zwei davon kann der Körper selbst herstellen, die dritte nicht.
Diese dritte Aminosäure heisst 'Cystein'.  Lächelnd
Cystein entsteht zum Beispiel beim Rösten von Zwiebeln (braun angebratene Zwiebeln). Dazu passt ein altes Hausrezept, wo Oma mit Zwiebeln einen Hustensaft machte.
Apropos Husten: Der Hustenlöser ACC ist eine stabile Cystein-Form (AcetylCystein).

Klingt also einfach - nur - betroffene Menschen haben meist derartige Beschwerden, dass z.B. Zwiebeln nicht vertragen werden und ACC-Tabletten zuviel Natrium enthalten.
Und einen weiteren Punkt gibt es auch noch: Man braucht einen guten Vitamin B-Komplex, damit das Cystein verwertet werden kann.

Also Cystein pur? Geht auf alle Fälle. Für einige Kunden habe ich das Cystein schon pur verkauft - es ist nur sehr schwer zu dosieren - ca. 600mg pro Tag sollten schon genommen werden.
Das entspricht bei den Cysteinkristallen ca. 1ml - nimmt man dann von einem Hustensaft den Messlöffel und misst 5ml ab, teilt diese dann in 5 Tagesportionen, dann hat man eine vernünftige Dosierung.
Wichtig: Cystein sollte mit einem Schuß Zitronensaft eingenommen werden. Nicht nur, weil Cystein nach faulen Eiern stinkt  Grinsend , sondern auch um das Cystein im Magen duch Vitamin C und Falvonoide zu schützen.
Und den Vitamin B-Komplex nicht vergessen - Lupinen sind eine Pflanzenart, die für z.B. Veganer als Lieferant geeignet sind - für andere gibt es Tintenfisch  Grinsend und andere feine Sachen.

So long,
Volker
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freestyle
Gast
« Antworten #1 am: Mai 05, 2006, 10:46:56 »

hat mich gleich zu nem Glutathiontransferase-Dinner veranlasst. guck mal Harun, ob das rezept sinn macht, bitte....

200 g Linsen aus der Champagne
weichgekocht zusammen mit wacholder-beeren, 1 nelke, etwas coriander
salz: him.-salz
in anderem topf: 3zwiebeln zusammen mit 3 esslöffeln sonnenblumenkerne in etwas öl schmoren, langsam bis bräunung.

die fertigen linsen mit den zwiebel/sb-kernen und reichhlich frisch gehackter glatter petersilie serviert.... ein schuss natives olivenöl drüber und etwas tamari soya-soße.

alle zutaten aus k.b.A.

hat sehr lecker geschmeckt und reicht für zwei bis drei personen.

so, jetzt mal sehn, ob herr oder frau Cystein bei mir anklopfen, wär ja klasse, neben den gaumenfreuden....  Lächelnd
Gespeichert
Harun
Gast
« Antworten #2 am: Mai 06, 2006, 12:36:03 »

Jetzt läuft mir - ganz ehrlich - das Wasser im Munde zusammen. Hört sich richtig gut an!
Nimmst Du frischen Koriander oder die Früchte?
Sinnvoll hört es sich auf jeden Fall an. Da ich aus der Flora nur einen B Vitamin-Lieferanten kenne (die Lupinen), kann ich nichts zu den Beeren und Linsen sagen.

Wer Spaß am Kochen hat - ein wohlklingendes Rezept habt Ihr ja jetzt.

Achso, wer schon belastet ist, sollte auch viel Flüssigkeit zu sich nehmen, damit die Giftstoffe harnpflichtig ausgeschieden werden.

Liebe Grüße,
Volker

P.S.: Ich bin ein wenig profaner - ich nehme, wenn ich mit Lösungsmitteln arbeite - eine ACC 600. Die schmeckt auf jeden Fall nicht gut. Wird Zeit, dass ich in Bremen einen Kochkurs belege  Zwinkernd
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Egoli.buster
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« Antworten #3 am: Mai 06, 2006, 06:17:26 »

Lecker! mmmmh!
G.
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Stellt Euch vor es ist die Neue Weltordnung - Und keiner macht mit
http://www.orgoniseafrica.de
freestyle
Gast
« Antworten #4 am: Mai 06, 2006, 08:53:37 »

wegen weiterer vitamin-lieferanten hier ein link http://gesund.org/info/vitamin-b.htm

es gibt ja viele B`s. vielleicht das wichtigste in "unserer" welt scheint aber immer noch "das" vitamin B in der wirtschaft und politik zu sein.  Grinsend

dazu gibts nun auch ne internet-plattform für jeden http://www.zeit.de/2006/18/Open_BC , naja, ich bereite mir lieber ein gutes gericht zu.

heute frisch auf den freestyle-tisch (achtung, nix für hardcore-veganer):
röstzwieblen mit Lupinen-"Tofu" (hat was von rührei), gewürzt mit chilli und curry-pulver, im fertigen zustand mit feingehackter petersilie vermengt. dazu in apfelsaft angedämpfter spitzkohl mit mohrrübenscheibchen, etwas kümmel ganz, salz, schuß öl. serviert mit reiscrackern, dünn bestrichen mit nussmuss,  zum dazuknabbern. salat: grüner blattsalat mit balsamico-essig. getränk: grüner tee. nachtisch: bio-halva aus sesam und honig, mmmmh.
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