Blick in den Himmel verschleiert
Gigantische Staubwolke aus der Sahara wirft Schatten auf Florida.
Eine gigantische Staubwolke aus der Sahara ist am Sonntag im US-Bundesstaat Florida eingetroffen und verschleiert den Blick in den Himmel.
Die Wolke hat Ausmaße von 2.400 mal 4.000 Kilometern und ist damit fast so groß wie die gesamten USA, berichteten große US-Medien am Sonntag.
"Ziemlich interessant"
Nach Angaben des Wetterdienstes in Miami werden die ersten Ausläufer der Sandwolke zwischen Montag und Mittwoch Florida überqueren.
In den USA ist man froh, dass die Wolke diesmal keine Heuschreckenschwärme oder Moskitos über den Atlantik bringt. Auch dürfte der Sand keine gröberen gesundheitlichen Probleme verursachen, wie die Lokalzeitung "Sun Sentinel" in Florida berichtete.
Achtung bei Atemproblemen
Bewohner mit Atemproblemen sollten allerdings, bevor sie das Haus verlassen, die Luftqualität überprüfen. In Florida selbst ist fast jedes Haus mit einer Klimaanlage ausgerüstet.
Kristalle reflektieren Sonnenstrahlen
Der Himmel sollte tagsüber eine Art "eigenes Licht" ausstrahlen. Das sei der Effekt der Reflexion des Sonnenlichts durch die Myriaden kleiner Sand- und Staubkörner nahe der Atmosphäre, so der Meteorologe Jim Lushine.
"Das wird kein schreckliches Ereignis sein", beruhigte Lushine am Samstag. "Es wird aber ziemlich interessant sein."
Fantastische Lichtspiele erwartet
Außerdem dürften fantastische Sonnenspiele zu sehen sein. Lushine sagte, der Sand könne für spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge sorgen.
Die Staubwolke wird Florida nicht ganz verdunkeln. Es werde sicher nicht so sein, dass die Autofahrer die Scheinwerfer brennen lassen müssten, hieß es weiter.
"Tropische Wellen" schuld
Solche Staubwolken seien in dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Sie beginnen damit, dass als "tropische Wellen" bezeichnete Wetterbedingungen Sand über Nordafrika aufnehmen, diesen in die Atmosphäre transportieren und dann westwärts treiben.
Die aktuelle Wolke ist allerdings wirklich besonders: Sie ist außergewöhnlich groß.
Link:
http://www.orf.at/050726-89514/index.html Somit dürfen wir in kürze auch mal wieder den Sahara-Sand vom Auto fegen - würde als Dankeschön für den Sand im Gegenzug dafür gerne Regen schicken !!!
Grüße
Indalosia