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Übersinnliches
Sonstiges "Übersinnliches"
Das heilsamste, was ich je gelesen habe
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Autor
Thema: Das heilsamste, was ich je gelesen habe (Gelesen 1619 mal)
Stephan
Gast
Das heilsamste, was ich je gelesen habe
«
am:
Juli 01, 2005, 09:28:40 »
Ein wunderschöner Text, welcher sehr zur Heilung des Erdengeschehens beiträgt und uns aus dem Teufelskreis herausführt, den wir so oft im zwischenmenschlichen Bereich vollziehen. Lest ihn am besten im Wald, da die Natur stark die Ganzheit ausstrahlt, die wir dann so wohltuend empfinden und wo wir erst wieder hineinfinden müssen.
Und siehe, es war alles sehr gut!
[/color][/size]
Über die Polarität in der Schöpfung
siehe:
www.gandhi-auftrag.de/polaritaet.htm
Das Böse wäre nicht in dieser Welt,
wenn alle Menschen die Polarität
in ihrer Ganzheit bejahen würden.
Dann gäbe es diese Auswüchse nicht,
alle würden sich in der Mitte bewegen, und alles wäre gut.
[/size][/color]
Das Böse heilen
[/size] [/b]
Der Baum der Erkenntnis ist der Baum
der Unterscheidung zwischen Gut und Böse
wie zwischen Nahrung und Gift
und damit das Urgift selbst.
Wer von diesem Baum isst,
verfängt sich im Netz der Widersprüche;
die Dinge und Erscheinungen seiner Welt
werden ihm dialektisch (Anm.: These/Antithese),
und alles Dialektische erweist sich
von der anderen Seite her betrachtet als sein eigenes Gegenteil.
Wahrhaft gut ist das Gute
und wahrhaft nahrhaft die Nahrung
nur im Zustand der ersten Unmittelbarkeit
(Anm.: Sichtweise der Ganzheit im Baum des Lebens).
Sobald jedoch einmal das Gute
in bewussten Gegensatz zum Bösen gerät,
steht es selbst bereits im Zeichen des Bösen;
denn böse sein bedeutet gar nichts weiter
als verneinen und widersprechen.
Je schärfer der Zwiespalt wird,
das heißt je vernehmlicher
im Guten das Nein zum Bösen mitklingt,
um so geringer ist tatsächlich
der Unterschied zwischen beiden.
[/size][/color]
Erwin Reisner, „Der Dämon und sein Bild“, Suhrkamp Verlag
Zurückfinden zum Baum des Lebens
Das Lesen dieses Buches von Christa Schneider war für mich eine der beglückendsten Erfahrungen mit nachhaltiger Wandlung und der Heranreifung eines neuen Bewusstseins: Dem Erinnern dessen, und in mir wieder lebendig werden lassen, was ich bereits in meiner Kindheit gelebt hatte.
Dieses Buch stellt eine wunderbare Möglichkeit dar, um endlich aus dem Wahnsinn, den wir die ganze Zeit mit uns selbst und in unserem Umgang mit unseren Mitmenschen inszenieren, auszusteigen. Wie oft habe ich es erlebt, dass meine Mitmenschen mit mir nach der Sichtweise des „Baumes der Erkenntnis“, des Einteilens in Gut und Böse umgegangen sind und mich dabei kritisierten und verurteilten. Ich merkte dabei nicht, dass ich selbst die ganze Zeit genau so agierte. Und ich deshalb ständig erlebte, wie andere Menschen mit mir genau so umgingen.
Dieses Buch kann helfen sofort einen entscheidenden Bewusstseinswandel zu vollziehen, welcher uns die Welt augenblicklich mit anderen Augen sehen lässt und uns dann Schritt für Schritt aus unserer inneren Zerrissenheit herausführt. Die Versöhnung mit unseren abgelehnten Seiten ist das entscheidende um diese zu heilen.
Zitat: “Wenn ihr gewohnt seid, in Gut und Böse einzuteilen, und euch dadurch der Blick für die Ganzheit fehlt, seid ihr nicht in der Lage, euren Anteil an dem Übel zu erkennen. Darum ist es zunächst ganz menschlich und entspricht eurem Verständnis, den Mitmenschen für schuldig zu halten. In der Erkenntnis von Gut und Böse wird Schuld immer nach außen projiziert. Der andere lebt ja diese böse Seite, ihr nicht, das ist eindeutig zu erkennen. Und so nimmt die Feindschaft und Trennung ihren Lauf.“
Und so langsam verstehen wir auch, dass wir in der Erkenntnis von Gut und Böse das Ausmaß der Versöhnung noch nicht ganz erfassen konnten. Denn die Trennung war noch nicht aufgehoben. Das Fehlverhalten des Bruders haben wir zwar vergeben, aber so etwa in der Haltung: ‚Du hast etwas getan, was ich nie tun würde.‘ Wenn wir nun die Ganzheit im Blick haben, dann ist die Versöhnung doch sicher umfassender?
>Ja, das ist so. Denn die Versöhnung bezieht sich dann nicht allein auf den Bruder, sondern vielmehr auf euch selbst, auf eure Ganzheit, auf eure Sichtweise und damit zugleich auch auf das Leben.
Wenn ihr eine negative Seite bei eurem Bruder verurteilt, dann geschieht es doch, weil ihr selbst in Gut und Böse einteilt, und weil ihr überzeugt seid, dass ihr selbst so etwas nicht tun könnt. Das ist böse, was der andere getan hat, und da findet ihr eure Empörung und Verurteilung gerechtfertigt. In der Erkenntnis von Gut und Böse kommt ihr natürlich nicht auf den Gedanken, dass eure Verurteilung auch ein Verstoß gegen das Leben ist und dass ihr durch die Abspaltung einer negativen Seite in euch dazu beigetragen habt, dass der Bruder nun diese Seite verstärkt leben muss.
Diese Zusammenhänge macht der folgende Text auch noch einmal deutlich:
Zitat: „Und siehe, es war alles sehr gut“, Seite 67-70:
www.gandhi-auftrag.de/polaritaet2.htm
Quellenangabe: Christa Schneider, „Und siehe es war alles sehr gut!,
Bernardus- Verlag, 41516 Grevenbroich, Tel.: 02182-880228,
http://zisterzienser-langwaden.de
«
Letzte Änderung: Juli 19, 2005, 09:45:53 von Stephan
»
Gespeichert
Stephan
Gast
Sichtweise des "Baum des Lebens" und "Baum der Erkenntnis"
«
Antworten #1 am:
Juli 13, 2005, 11:14:20 »
Zur Definition der Begriffe "Baum des Lebens" und "Baum der Erkenntnis"
Quelle: Großes Evangelium Johannes, Jakob Lorber
[GEJ.09_083,04] Es steht darum auch in der Schrift: Zwei Bäume hat Gott in den Garten des Lebens gesetzt, einen Baum des Lebens und einen Baum der Erkenntnis, und sagte zum Menschen: ,So du nur von dem Baume des Lebens die Früchte essen wirst, so wirst du auch leben; wirst du aber auch vom Baume der Erkenntnis die Früchte essen, bevor sie von Mir für dich gesegnet werden, dann wird der Tod über dich kommen, und du wirst sterben!‘
[GEJ.09_083,05] Der Mensch aber, da er einen freiesten Willen hatte, ließ sich durch die Schlange seiner Begierde verlocken und aß eher noch auch von dem Baume der Erkenntnis, als er durch Glaubensreife im Herzen des Menschen wäre gesegnet worden, das heißt, er fing an, durch den Gehirnverstand den Geist Gottes und so den Geist des Lebens zu suchen und zu ergründen, und die Folge davon war, daß er sich dadurch von Gott nur stets mehr entfernte, anstatt sich Ihm mehr und mehr zu nahen. Und das war schon der Tod, das heißt der geistige des Menschen, und der ganze Mensch wurde kraftlos und verlor die Herrschaft über alle Dinge in der Naturwelt und ward dann genötigt, mit Hilfe des matten Schimmers seines Gehirnverstandes sich im Schweiße seines Angesichtes sein Nährbrot physisch und noch mehr geistig zu erarbeiten und zu erwerben.
[GEJ.09_083,06] Und siehe, so haben sich nun die Menschen bis auf diese Zeit von Gott und somit auch vom wahren inneren Leben so weit entfernt, daß sie beinahe an gar keinen Gott mehr glauben und somit auch an gar kein Fortleben der Seele nach dem Abfalle des Leibes. Und die noch mechanisch entweder an einen Gott oder im blindesten Aberglauben an viele Götter, den Heiden gleich, glauben, stellen sich Gott oder die Götter so endlos weit von ihnen entfernt vor, daß es ihnen am Ende unmöglich vorzukommen anfängt, als könnte sich ein Mensch dem von ihm so endlos ferne geglaubten Gott je nahen.
[GEJ.09_083,07] Und so nun Gott Selbst zu den Menschen in aller Fülle Seiner ewigen Macht und Kraft und mit aller Seiner Liebe und Weisheit körperlich gekommen ist, so erkennen sie das nicht und halten das in ihrer großen Blindheit und Dummheit für unmöglich, während bei Gott doch alle Dinge möglich sind. Und so halten sie Gott Selbst darum, weil Er Sich nun ihnen mit leiblichem Munde und nicht mit Blitz und Donner offenbart, für einen Gotteslästerer und bösen Aufwiegler des Volkes gegen Gott und gegen die Könige der Welt, die sich selbst für Götter halten und sich auch als solche von den Menschen ehren lassen.
[GEJ.09_083,08] Und siehe, das alles ist eine Folge davon, weil alle Menschen die tote Frucht vom Baume der Erkenntnis lieber gegessen haben als die lebendige und lebengebende vom Baume des Lebens.“
84. Kapitel
[GEJ.09_084,01] (Der Herr): „Die Frage, welche Gott an den Adam stellte, als dieser schon von der verbotenen Frucht gegessen hatte, die also lautete: ,Adam (oder Mensch), wo bist du?‘ dauert noch immer fort und wird auch fortdauern bis ans Ende dieser Welt, solange es irgend Menschen geben wird, die da lieber vom Baume der Erkenntnis als vom Baume des Lebens essen werden.
[GEJ.09_084,02] Denn der Mensch, der von dem Baume der Erkenntnis ißt, der verliert nur zu bald Gott, sich und sein inneres Leben und weiß nicht mehr, wer er ist, warum er da ist, und was aus ihm werden soll. Da wird voll Angst und Furcht seine Seele und sucht in ihres Leibes Gehirnverstande die beruhigende und tröstliche Antwort auf ihre Frage: ,Mensch, wo bist du?‘ Aber da kommt stets dieselbe untröstliche Antwort: ,Du bist im Gerichte, welches der rechte Tod der Seele ist! Im Schweiße deines Angesichtes erwirb dir dein Brot!‘
[GEJ.09_084,03] Was sollte denn die Seele im Gehirne finden? Nichts als innehaftende Bilder dieser Welt, die von dem, was des Geistes und des Lebens ist, alle um vieles ferner stehen wie sie selbst. Erkennt die Seele den ihr stets am allernächsten stehenden Geist des Lebens aus Gott nicht, wie wird sie dann erst dessen ihr oft endlos ferner stehenden Geist in den Abbildern der Welt in ihres Leibeskopfes Gehirn erkennen?
[GEJ.09_084,04] Aus dieser gänzlichen Verkehrtheit geht aber dann auch notwendig von selbst die noch größere Verkehrtheit hervor, in der sich die Seele Gottes Wesen stets entfernter und unerreichbarer vorstellt, und das so lange fort, bis sie dasselbe endlich gänzlich verliert und dann in Epikureismus oder in Zynismus übergeht.
[GEJ.09_084,05] In diesem Zustande, in welchem sich nun die meisten Priester aller Art und Gattung befinden, und nun zumeist die Pharisäer, die Ältesten und Schriftgelehrten und die Fürsten und Könige samt ihrem großen Anhange, erkennt die Seele keine Wahrheit mehr. Lüge gilt ihr so viel und mehr noch als die reinste Wahrheit, wenn sie aus ihr nur irgendeinen irdischen Vorteil ziehen kann; hindert sie irgendeine Wahrheit daran, so wird sie derselben feind und flieht oder verfolgt sie mit Feuer und Schwert.
[GEJ.09_084,06] In solchem Zustande der Seele gibt es für sie denn auch keine Sünde mehr, und ein Mensch, dem irgendeine weltliche Macht zu Gebote steht, tut dann, was ihm beliebt, und was seinen Sinnen schmeichelt, und wehe dem irgend Gerechten und in der Lebenswahrheit sich Befindenden, der zu einem solchen Mächtigen hinginge und zu ihm sagte: ,Warum bist du ein Feind der Wahrheit, und warum übst du die schreiendste Ungerechtigkeit unter den Menschen, die auf dieser Erde nichts Minderes sind denn du blinder Tor?‘
[GEJ.09_084,07] Sehet euch aber nun in der Welt um, ob es sich nicht allenthalben also verhält! Und wer schuldet daran? Ich sage es euch: nichts anderes als das stets zunehmende Essen von dem Baume der Erkenntnis!
[GEJ.09_084,08] Ich bin nun Selbst in diese Welt zu den sich zu weit vom wahren Ziele des Lebens abgewandten Menschen körperlich gekommen und frage sie abermals: ,Adam, wo bist du?‘, und es weiß Mir keiner zu sagen, wo und wer er ist, – und Ich zeige ihnen nun von neuem wieder den Baum des Lebens und treibe sie an, von seinen Früchten zu essen und sich an ihnen zu sättigen.
[GEJ.09_084,09] Wahrlich sage Ich euch: Wer von dem Baume des Lebens essen wird, der wird auch zum wahren Leben des Geistes aus Mir gelangen, und es wird ihn dann nimmer hungern und gelüsten, von dem Baume des Todes zu essen! Denn wer sich einmal im Leben des Geistes aus Mir befindet, der befindet sich auch in aller Weisheit desselben; und durch diese wird der Baum der Erkenntnis erst gesegnet, und die Seele wird dann in einem Augenblick mehr erkennen denn durch ihr äußeres und eitles Verstandesforschen in tausend Jahren.
[GEJ.09_084,10] Wenn ihr euch aber im Zustande des wahren Lebens befinden werdet, so werdet ihr in Meinem Namen auch Zeichen zu wirken imstande sein und also jedermann ein Zeugnis geben können von der Wahrheit Meiner Lehre, so es nötig sein wird. – Hast du, schriftgelehrter Freund, das nun wohl verstanden?“
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